Artikel dieser Ausgabe aus Essen & Trinken
Meine Gesundheitsapotheke
Fernöstlich verzaubernd
Für Sie geerntet: Nektarinen und Pfirsiche
Mit zartem, samtweichen „Pelzchen“ – oder lieber glatt und hochglänzend? Ganz nach Geschmack bereichern Pfirsiche und Nektarinen unsere hochsommerliche Genusspalette.
Inhaltsstoffe in 100 g verzehrbarem Anteil (Mittelwerte):
Pfirsich
Wasser 86 – 90 g
Kohlenhydrate 9 – 11 g
Eiweiß 0,7 – 0,9 g
Fett 0,1 – 0,3 g
Ballaststoffe 2 g
Energie/Brennwert 165 – 180 kJ bzw. 39 – 43 kcal
Nektarine
Wasser 82 – 85 g
Kohlenhydrate 8 – 17 g
Eiweiß 0,6 – 1 g
Fett 0 – 0,4 g
Ballaststoffe 1,6 g
Energie/Brennwert 180 – 268 kJ bzw. 43 – 64 kcal
Den Unterschied zwischen Pfirsichen und Nektarinen macht nicht nur das Gefühl beim Hineinbeißen aus. Pfirsiche enthalten auch mehr Wasser und weniger Zucker als Nektarinen. Sie sind saftiger, aber nicht so süß und auch nicht ganz so reich an Vitaminen.
Nektarinen sind jedoch keine eigene Obstsorte, sondern eine Variante des Pfirsichs. Eine Laune von Mutter Natur ließ an Pfirsichbäumen zur Abwechslung einfach auch einmal glatte Früchte wachsen, die dann weitergezüchtet wurden. Umgekehrt kommt es ab und zu auch vor, dass einzelne Pfirsiche an Nektarinenbäumen heranreifen.
Pflaumen mit und ohne Flaum?
„Prunus persica“ – so lautet die wissenschaftliche Bezeichnung für den Pfirsich. Auf Lateinisch sind Pfirsichfrüchte also „persische Pflaumen“. Die alten Griechen dagegen sprachen von persischen Äpfeln. Doch das stimmt eigentlich alles nicht so recht, denn erstens sind Pfirsiche ja keine Pflaumen oder Äpfel, sondern stellen eine eigene, sehr edle Steinobstart dar, und zweitens stammen sie nicht aus Persien, sondern aus China.
Hier wurden Pfirsichbäume schon vor mehr als 4000 Jahren kultiviert, und das nicht nur wegen ihre r erfrischenden Früchte, sondern auch wegen ihrer opulenten rosaroten Blütenpracht und ihrer schön gewachsenen Zweige. In seiner Heimat galt der Pfirsich als Symbol für die Unsterblichkeit, aber auch als ein sehr erotisches Früchtchen, das mit seiner samtweichen Haut und seinen verlockenden Rundungen an typisch weibliche Reize erinnert.
Gesunde Glücklichmacher
Gelborange mit roten „Bäckchen“ leuchten Pfirsiche und Nektarinen dem Auge entgegen. Sie tragen die Farben der Lebensfreude, der Energie und der Vitalität. Und diese heiteren und anregenden Farben tragen sie völlig zu Recht.
Denn sie enthalten einen Cocktail aus Vitaminen und Mineralstoffen, der die Blutzirkulation fördert und dadurch den gesamten Körper belebt. Dadurch fühlen wir uns entspannter, weniger nervös und spürbar besser gelaunt.
Auch lag man im alten China ganz richtig damit, im Pfirsich ein Spiegelbild der femininen Schönheit zu sehen: Die saftigen Früchte wirken leicht abführend, so dass in erster Linie die richtigen Rundungen des Körpers zur Geltung kommen, und sie begünstigen mit einer guten Portion B-Vitamine die zarte, schöne Pfirsichhaut auch im eigenen Gesicht. Und das hebt die Stimmung dann ja ebenfalls.
Pesca bella!
Italien gilt als der Pfirsichgarten Europas. Weltweit werden die
saftigen Früchtchen in gemäßigt warmen oder manchmal auch
subtropischen Klimazonen angebaut, und zwar im Verhältnis 60 Prozent
Pfirsiche zu 40 Prozent Nektarinen.
Reinbeißen lohnt sich also! Wobei die Devise gilt: Je reifer und gelbfleischiger die Frucht desto größer ist der Glücks- und Beautyeffekt.
mimu



