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Dienstag, 22. Mai 2012
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Essbarer Sonnenschein, groß oder klein

Für Sie geerntet: Orangen, Klementinen

Orangen und Klementinen wirken wie ein natürliches Frost- und Frustschutzmittel von innen. Guck mal, Mami, die Apfelsinen haben Kinder bekommen!“, freut sich die kleine Lilli im Herbst, wenn wieder Klementinen im Angebot sind. Streng botanisch gesehen irrt Lilli da zwar schon ein wenig, doch kindgerecht sind diese milden, süßen Früchtchen allemal!

Inhaltsstoffe in 100 g verzehrbarem Anteil (Mittelwerte)

Orange

Wasser 85,7 g
Kohlenhydrate 8,3 – 11,5 g
Eiweiß 0,7 – 1 g
Fett 0,2 g
Ballaststoffe 2 – 2,2 g
Vitamin C 40 – 65 mg
Energie/Brennwert 177 – 192 kJ bzw. 42 – 47 g kcal

Klementine

Wasser 86,7 g
Kohlenhydrate 9 – 10 g
Eiweiß 0,7 g
Fett 0,3 g
Ballaststoffe 1 g
Vitamin C 30 mg
Energie/Brennwert 195 – 200 kJ bzw. 46 – 48 g kcal

Klementinen sind klein und handlich. Sie lassen sich leicht von der Schale befreien und in mundgerechte Häppchen teilen, ohne dass man dabei klebrige Hände bekommt. Ihr zartes, saftiges Fruchtfleisch ist fast kernlos und enthält nur wenig Säure. Als schnelle Fitmacher sind sie ein idealer Pausensnack – in der Schule ebenso wie im Büro.Ein Glas frischgepresster Orangensaft zum Frühstück dagegen bringt nicht nur große, sondern auch kleine Morgenmuffel auf Trab.

Muntermacher rundherum

Wahrscheinlich ist es vor allem die gemeinsame Farbe, das leuchtende Orange, die Lilli veranlasst, Klementinen für Apfelsinenbabys zu halten. Orange ist die Farbe der Lebensfreude, der Energie und der Wärme. Allein schon ihr Anblick in der Obstschale kann unser Gemüt in der dunklen Jahreszeit spürbar aufhellen.Wie Sonnenstrahlen breiten sich die Spalten aus, wenn man die Früchte zerteilt. Weitere Aufmunterung bringen der anregende Zitrusduft und der erfrischende Geschmack der Orangen und Klementinen – und vor allem natürlich die darin enthaltene Extraportion Vitamin C, die uns von innen her belebt und zugleich unsere Abwehrkräfte gegen die allwinterlichen Erkältungswellen stärkt.

Der Erfrischungsgürtel der ErdeKlementinen kommen überwiegend aus den Mittelmeerländern und Nordafrika, wo sie von Oktober bis März geerntet werden. Orangen dagegen sind das ganze Jahr hindurch erhältlich. Sie werden nicht nur in Spanien, Italien und Griechenland, der Türkei, Israel oder Marokko geerntet, sondern auch in Südafrika, Brasilien und Mexiko, Kalifornien, Florida, China, Indien und Australien.

Rund um den Globus spannt sich der sogenannte „Zitrusgürtel“, der sich ungefähr vom 40. Grad nördlich des Äquators bis zum 25. bis 35. Grad südlicher Breite erstreckt.

Wechselseitig sehr befruchtend!

Ananas, Kürbis, Avocado, Tomate oder Paprika … eine Vielzahl der Obst- und Gemüsesorten, die wir heute ganz selbstverständlich genießen, kam erst ab dem 15. Jahrhundert mit den spanischen Eroberern aus der neuen Welt nach Europa. Bei der Orange aber war es einmal andersherum. Man sagt, dass Christoph Columbus höchstpersönlich auf Haiti die ersten amerikanischen Orangenbäume aussäte.

In China, ihrer ursprünglichen Heimat, wurden Orangen bereits vor 4000 Jahren kultiviert, gemeinsam mit den Mandarinen, die als botanische Ahnen der Klementinen gelten. Aus welcher Kreuzung der Mandarine die Klementine hervorging, ist bisher nicht definitiv geklärt. Manche Forscher tippen auf die Orange als zweite Frucht – und wenn das zutrifft, dann hat die kleine Lilli mit ihrer Apfelsinenbabytheorie letzten Endes ja doch recht!

Das Weiße? Ruhig mitessen!

Entgegen einer verbreiteten Meinung ist es nicht nötig, die weißen Fasern an den Orangenspalten vor dem Verzehr zu entfernen. Im Gegenteil, gerade sie enthalten wertvolle Flavonoide, die den Körper vor freien Radikalen schützen können.

mimu

Fotos: convenience-guide food studio