Artikel dieser Ausgabe aus Essen & Trinken
Meine Gesundheitsapotheke
Einmal Obst in der Flasche!
Der Gesundheitstrend hat einen neuen Botschafter: Der „Smoothie“ ist der neue Fitmacher-Drink für alle Lebenslagen.
Eine fruchtig-bunte Revolution findet derzeit in den Märkten statt. Wer bisher an peppigen Werbespots vorbeigeschaut hat, wurde spätestens beim Tankstopp auf die vielfarbigen Getränkeregale aufmerksam.
Genau darum geht es nämlich auch: Auftanken! Und zwar pures Obst. Der schöne Name Smoothie ist vom englischen „smooth“ abgeleitet, was „glatt“ bedeutet. Den Namen darf er tragen, weil die Früchte so fein püriert sind, dass eine absolut glatte Masse entsteht, geschmeidig und vor allem „trinkbar“.
Gibts die im Saftladen?
Auch das Unternehmen Chiquita ist auf den „Smoothie“ gekommen und wirbt mit Sprüchen wie: „Nenne einen Smoothie niemals Saft!“ Zu Recht, denn: Der herkömmliche Saft kann Obst nicht ersetzen; er enthält nur den Zellsaft und ist meist aus Konzentrat hergestellt. Im Gegensatz dazu bleiben beim speziellen Pürierverfahren alle sekundären Pflanzen- und Ballaststoffe enthalten, was das neue Getränk vollwertig macht.
Im Übrigen macht so eine Portion gern mal einen ganzen Obstsalat wett. Einen Teller mit ½ Banane, 1 Apfel, ½ Orange und 2 Handvoll Waldbeeren gönnt sich wohl niemand, den bekommt man höchstens einmal im Hotel serviert. In flüssiger Form dagegen kann man so was durchaus mal mitnehmen. Denn der genannte Mix ist nur ein Kombinationsbeispiel für den Inhalt einer Viertelliterflasche. Und was die darin enthaltenen gesundheitsförderlichen Stoffe betrifft, überschlagen sich bei dieser Obstmenge die Werte.
Genau aus diesem Grund ist der „Smoothie“ streng genommen auch ein Nahrungsmittel und kein Getränk. Den täglichen Wasserbedarf sollte man also aus anderen „Quellen“ beziehen.
Eine Frage des Marketings
Seine Erfolgsgeschichte verdankt der „Smoothie“ aber sicher in erster Linie dem tollen Geschmack – Lebertran ist schließlich auch gesund, geschmacklich jedoch
nun ja.
Und ein besonders keckes Marketing trifft den Zeitgeist, wie zum Beispiel bei jenem Hersteller, der jedem seiner „Smoothies“ ein Pseudonym und eine Geschichte auf den Leib geschrieben hat. Da steht dann der Sunnyboy neben der Diva, und zusätzlich wird der Verbraucher mit Leitsprüchen wie „Wir können 4 x am Tag!“ aus der Reserve gelockt.
Und was ist an diesem Fitmacher so ehrlich? Ganz einfach: Er enthält keinerlei Zusatzstoffe – nur wahrhaftige Früchtchen.
Wenn das nicht ein saftiges Angebot ist!
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