Artikel dieser Ausgabe aus Essen & Trinken
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Eine badische Königsdisziplin
Von der badischen Sonne verwöhnt und ein Genuss für Burgunder-Liebhaber: der Merdinger Attilafelsen.
Wer glaubt, dass Hunnenkönig Attila auch nur ansatzweise die Finger im Spiel hatte, als dieser badische Qualitätswein aus der Burgunder-Familie kreiert wurde, der irrt. Nicht einmal der »Felsen« ist in Wahrheit ein Felsen, sondern eine Lösswand – wohlgemerkt mit schönem Rastplatz, auf dem sich die Wanderer erholen können.
Von hier aus haben sie einen weitschweifenden Blick auf die unvergleichliche Landschaft, zumindest auf einen Teil der drittgrößten deutschen Weinanbauregion. Etwa 16 000 Hektar umfasst dieses Gebiet, das sich vom badischen Frankenland bis zum Bodensee erstreckt. Laut Statistik ist der Breisgau um Freiburg sogar das Weinbaugebiet mit den höchsten Durchschnittstemperaturen und den meisten Sonnenstunden überhaupt.
Für gehobene Ansprüche
In dieser einzigartigen Landschaft, die zu einer der besten Weinregionen in ganz Europa zählt, ist auch der Badische
Winzerkeller beheimatet. Vor mehr als
50 Jahren entstand hier eine große, moderne Kellerei, die sich im Laufe der Jahre zu einem der leistungsstärksten Betriebe des Landes entwickelte. Das fein abgestimmte Zusammenfließen von traditionellen Verfahren und modernen Techniken gehört bei der Erschaffung der Weine zur Tagesordnung.
Gerade der Spätburgunder (auch unter dem Begriff »Pinot Noir« bekannt) ist ein Rotwein für gehobene Ansprüche. Da diese edle und zugleich sehr alte Sorte nun aber hohe Anforderungen an Klima und Boden stellt, verlangt ihr Anbau ein Höchstmaß an Sorgfalt.
Doch alle Mühe lohnt sich, denn das Ergebnis sind köstliche Rotweine mit einem unverwechselbaren Charakter. Die Sorte wird vornehmlich als trockener Rotwein ausgebaut, teilweise auch mit einer gewissen Restsüße.
Ein Wein mit tausend Gesichtern
Merdinger Attilafelsen Spätburgunder besticht durch seine leuchtende, rubin- bis dunkelrote Farbe, sein reiches, feines Aroma, das an reife Brombeeren und Kirschen erinnert, und nicht zuletzt durch seine milde Säure.
Was ihn ganz besonders auszeichnet, ist sein Facettenreichtum, denn je nach zugeordneter Speise wird man ihn immer wieder neu für sich entdecken: Merdinger Attilafelsen passt auf der einen Seite hervorragend zu einem kräftigen Braten, zu Wildgerichten und pikanten Soßen. Selbst wenn Sie einen würzigen Käse (wie zum Beispiel Schafskäse) servieren, wird Sie dieser Spätburgunder begeistern. Auf der anderen Seite steckt in ihm aber auch ein süßer Charmeur, der nur zu gern eine verlockende Liaison mit edler Schokolade aus hochwertigem Kakao eingeht.
Genießen Sie ein Gläschen Merdinger Attilafelsen am besten »chambriert« (das heißt auf Zimmertemperatur gebracht) bei 16 bis 18 Grad.chris




