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Dienstag, 07. September 2010
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Ein kugelrundes Sommerglück.

Schnell noch zugegriffen! Ende September ist die Saison der köstlichen Pfirsiche und Nektarinen schon wieder vorbei!

Das Angebot ist vielfältig: Insgesamt gibt es mehr als 300 Sorten Pfirsiche und Nektarinen.

Die glatte, glänzende Nektarine ist eine botanische Variante des mit einem samtweichen Flaum versehenen Pfirsichs, die durch eine Laune der Mutter Natur entstand. Nektarinen enthalten weniger Wasser und haben daher ein etwas festeres Fruchtfleisch als der Pfirsich. Pfirsiche sind saftiger, aber nicht so süß und auch nicht so reich an Carotin und Vitamin C. In unseren Breiten sind Nektarinen erst seit einigen Jahrzehnten bekannt und beliebt.

Variationen in Weiß.
Gelb oder orange, mit mehr oder weniger ausgeprägten roten »Bäckchen« – so leuchten Pfirsiche und Nektarinen uns in den verschiedensten Farbkombinationen entgegen. Von außen betrachtet. Ihren inneren Werten nach aber unterscheiden sich beide Arten dann klar danach, ob sie ein gelbes oder ein weißes (beziehungsweise nur blassgelbes) Fruchtfleisch in sich tragen.

Die weißfleischigen Sorten haben einen intensiveren, charakteristischeren Pfirsich- oder Nektarinen-Geschmack. Sie sind besonders aromatisch und saftig, reagieren aber auch empfindlicher auf Berührungen als die gelben und müssen daher besonders behutsam transportiert und gelagert werden.

Neben der Farbe des Fruchtfleisches wird auch die Frage, wie leicht sich der Stein daraus lösen lässt, zur Unterscheidung verschiedener Arten herangezogen.

Wenn Stein und Fruchtfleisch sich leicht trennen lassen, spricht man von »Wahren Pfirsichen« beziehungsweise »Wahren Nektarinen«, die bestens als Tafelobst geeignet sind. Schlecht steinlösliche Arten dagegen werden »Härtlinge« beziehungsweise »Brugnolen« genannt und meistens nur zum Ein­machen verwendet.

Immer der Nase nach!
Beim Einkauf ist der Duft, den Pfirsiche oder Nektarinen ausströmen, die beste Visitenkarte für ihren Geschmack.

Wenn die Früchte noch sehr fest sind, reifen sie bei Zimmertemperatur in einigen Tagen nach und entfalten dann ihr volles Aroma. Aber Achtung: Bei der Lagerung sollte man die zarten Sommerbällchen keinesfalls dem direkten Sonnenlicht aussetzen!

Weiche (und damit reife) Früchte werden dann entweder umgehend verzehrt – oder sie wandern in den Kühlschrank, wo sie noch ein bis zwei Tage länger haltbar bleiben. Direkt aus der Kühlung sind Pfirsiche und Nektarinen jedoch kein echter Hochgenuss, da ihnen die Kälte viel von ihrem Aroma raubt. Daher sollte man sie bereits einige Stunden vor dem Verzehr herausnehmen und wieder auf Zimmertemperatur bringen.

Reife, enthäutete und fein zerdrückte beziehungsweise pürierte Pfirsiche eignen sich gut als ebenso erfrischende wie bekömmliche Babynahrung.

Zum Häuten werden Pfirsiche ungefähr eine halbe Minute mit einem Sieb in kochendes Wasser getaucht und dann kurz mit kaltem Wasser abgeschreckt. Nun lässt sich die Schale leicht mit einem Messer abziehen. mimu


Inhaltsstoffe in 100 g verzehrbarem Anteil (Mittelwerte)

Pfirsich
Wasser 86 - 90 g
Kohlenhydrate 9 - 11 g
Eiweiß 0,7 - 0,9 g
Fett 0,1 - 0,3 g

Brennwert 165 - 180 kJ
bzw. 39 - 43 kcal

Nektarine
Wasser 82 -85 g
Kohlenhydrate 8 - 17 g
Eiweiß 0,6 - 1 g
Fett 0 - 0,4 g

Brennwert 180 - 268 kJ
bzw. 43 - 64 kcal

Nellies Liebling
Das beliebe Dessert »Pfirsich melba« wurde 1892 von dem französischen Meisterkoch Georges Auguste Escoffier kreiert. Namenspatronin dieser Köstlichkeit wurde die damals sehr berühmte australische Opernsängerin Nelli Melba aus Melbourne.

Foto: Convenience Guide Food Studio (1)