Artikel dieser Ausgabe aus Essen & Trinken
Meine Gesundheitsapotheke
Ein Hauch Toskana …
Rucola lässt die Sonne des Südens auf der Zunge zergehen … Oder?
Die Beimischung von Rucola ist typisch für toskanische Salate. Doch wer meint, mit den knackigen, löwenzahnähnlich gezackten Blättern eine typisch italienische Spezialität zu servieren, lässt sich von einem klangvollen Namen in die Irre führen.
Unter der schlichten Bezeichnung »Rauke« ist diese würzige Salatkrönung nämlich auch in unseren Breiten schon seit alters her bekannt.
Scharfe Sache! So oder so.
Bereits in der Antike war die Rucola-Rauke ein beliebtes Würzkraut. Wegen ihrer harntreibenden und verdauungsfördernden Wirkung wurde sie zudem zu medizinischen Zwecken genutzt. Und man sagte dem Pflänzchen auch nach, dass es die Potenz und die Liebeslust steigern könne … weshalb sein Anbau in den mittelalterlichen Klostergärten strikt verboten wurde.
Sanft dosieren!
Seine heilkräftige Wirkung und sein nussiges, pfeffrig-scharfes Aroma, das an Kresse oder Rettich erinnert, verdankt der Rucola einem hohen Gehalt an Senfölen. In Anbetracht des sehr intensiven Geschmacks empfiehlt es sich nicht, Rucola pur als Salat anzurichten. Besser ist es, das würzige Kraut – ganz wie in der Toskana – mit anderen Salatsorten zu mischen.
Balsamico-Essig, Knoblauch, Cocktailtomaten, geröstete Walnüsse oder Pinienkerne, Parmesan oder Speckwürfel sind passende Begleiter für die zackigen kleinen Blättchen. Eine sehr aparte und bekömmliche Variante ist Rucola in Kombination mit Orangenfilets.
mimu



