Artikel dieser Ausgabe aus Essen & Trinken
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Ein flinker Afrikaner
Cocktail: "Springbock"
Den Namen „Springbock“ verdankt dieser kleine Likör-Cocktail („Shooter“) zum großen Teil einer exotischen Zutat – bzw. deren Heimat –, dem südafrikanischen Amarula-Likör. Und obwohl der ebenso braun, zierlich und „schnell weg“ ist wie das elegante Nationalsymbol der Republik, wäre der Name „Elefant“ eigentlich treffender.
Denn der Amarula wird aus den Früchten des wilden Marula-Baumes gewonnen. Er wird auch Elefantenbaum genannt, weil die Dickhäuter die grünlichen bis gelblichen mirabellengroßen Früchte mit ihren essbaren Kernen besonders lieben. So werden die Bäume häufig von Elefanten belagert. Die eigentliche Ernte der Früchte durch den Menschen ist dann auch nicht immer ganz reibungslos, wenn es eine Elefantenherde auf dasselbe Exemplar abgesehen hat – aber es ist genug für alle da.
Die These, dass vergorene Marulas so viel Alkohol enthalten, dass die Elefanten davon einen Schwips bekommen, ist übrigens eine Legende. Vielmehr naschen die grauen Eminenzen auch gerne mal von der Baumrinde, unter der sich giftige Käferlarven befinden können. Und davon kommt dann auch ein Elefant ins Schlingern. Der Amarula wird allerdings ganz ohne Käferlarven angesetzt!
In Kombination mit Minzlikör kommt das leicht schokoladige Aroma des Südafrikaners besonders erfrischend zum Tragen. Wer es noch etwas kühler mag, kann die beiden Zutaten auch mit Crushed Ice und zwei Kugeln Vanilleeis zu einem ausgewachsenen „Springbock Frozen“ verrühren.
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