Artikel dieser Ausgabe aus Essen & Trinken
Meine Gesundheitsapotheke
Die »wahren« Vier
Für Sie geerntet: Tomaten
Rot und rund? Nicht unbedingt! Was ist das eigentlich: eine Tomate?
Inhaltsstoffe in 100 g verzehrbarem Anteil (Mittelwerte)
Kohlenhydrate 2,5 – 5 g
Eiweiß 1 g
Fett 0,2 g
Energie/Brennwert 70 – 88 kJ bzw. 17 – 21 kcal
Die 1945 gegründete »United Nations Organization« (UNO) hat sich nicht nur um die globale Friedenssicherung, den Schutz der Menschenrechte oder die Entwicklungs- und Nahrungsmittelhilfe verdient gemacht. Am 4. Juli 2008 haben die Vereinten Nationen auch festgelegt, was sich mit Fug und Recht »Tomate« nennen darf.
Sieben Jahre lang wurde eifrig debattiert, bis sich die Welternährungsorganisation und die Weltgesundheitsorganisation in Genf schließlich einig waren. Als echte Tomaten dürfen fortan offiziell vier Formate auf dem Teller liegen:
1. Die klassische Runde
Die altbekannte Universaltomate von mittlerer Größe, kugelrund und mit fester, glatter Schale und säuerlich-herbem Aroma, kommt entweder als lose Tomate oder als Strauch- oder beziehungsweise Rispentomate daher. Im letzteren Fall hängen die Früchte noch fein säuberlich sortiert am Stängel. Dadurch sehen sie nicht nur sehr dekorativ aus, sondern die Drüsenhaare am Stil verströmen auch einen verlockenden, intensiv »tomatigen« Duft.
Mit Mozzarella und Basilikum bildet die klassische Runde ein köstliches Trio. Sie ist zum Rohverzehr, für Salate, aber auch – püriert oder durch ein Sieb gedrückt – für Suppen und Soßen bestens geeignet. Da in den Kernen und der Schale viel Aroma steckt, sollte man diese Tomaten bei der Zubereitung nicht häuten oder entkernen.
2. Die große Fleischige
Der Riese unter den Roten, die Fleischtomate, wiegt 100 bis 250 Gramm pro Stück – und kann manchmal auch eher orange aussehen. Wie schon der Name sagt, enthält diese Sorte statt Saft und Kernen besonders viel Fruchtfleisch. Deshalb fällt sie beim Kochen nicht zusammen und lässt sich entsprechend gut grillen, schmoren oder gratinieren. Auch ist die Großtomate – warm oder kalt – bestens zum Füllen geeignet. Ihr Eigengeschmack ist süß-säuerlich, aber eher schwach. Für den puren Genuss, auf Brot oder im Salat, empfehlen sich daher eher die kleineren Verwandten wie die Rispen- oder die Cherrytomate.
3. Die Mini
Die kleinen runden Cocktail- beziehungsweise Cherry- oder Kirschtomaten schmecken besonders süß und intensiv. Je roter sie sind, desto besser. Ihr mundgerechtes Format lädt dazu ein, sie als kleinen Vitaminstoß zwischendurch zu genießen. Die aromatischen Minis machen sich gut als Partygarnierung für kalte Platten oder im Salat. Ihre niedliche »Puppenstubengröße« spricht speziell Kinder sehr an. So verführen Sie kleine Gemüsemuffel zu einer gesünderen Ernährung.
4. Die elegant Gestreckte
Die länglich-ovalen, süßen und fruchtigen Eiertomaten (auch Flaschen- oder Pflaumentomaten genannt) kennen wir vor allem aus der Dose. Tomatensaucen und -suppen werden überwiegend mit dieser kernlosen Sorte zubereitet, die sich leicht schälen lässt. Doch auch frisch im Salat macht die ranke Schlanke in jeder Hinsicht eine gute Figur!
So weit also die offizielle Tomatenparade der Vereinten Nationen. Vermissen Sie hier auch die kleinen, aber länglichen (und ausgesprochen leckeren!) Flaschen-Cherrys? Sind das demnach also gar keine Tomaten? Oder passen sie eher doppelt gut in den »Tomatenkodex« der
UNO hinein?
Tomaten und Brokkoli – ein tolles Team!
Wissenschaftliche Laborversuche in den USA haben ergeben, dass diese beiden Gemüse, wenn man sie oft gemeinsam verzehrt, vorbeugend gegen Krebs (vor allem gegen Prostatakrebs) wirken können.
mimu



