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Dienstag, 22. Mai 2012
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Die Sonne auf dem Teller

Mit den richtigen Zutaten wird der kulinarische Sommer zum besonders leichten Genuss.

Sobald die Temperaturen steigen und die Sonne länger und wärmer am Himmel steht, als in den langen Wintermonaten, stellt sich der Körper schon fast intuitiv auf eine leichtere Sommerküche um. Grillen statt Rouladen, Salat statt Eintopf, Obstquark statt Mousse au Chocolat. Dazu frische Kräuter und frisches Gemüse.

Auch wenn kein Urlaub in Sicht ist oder die Ferien vielleicht schon vorbei sind: In der Küche lässt sich der Süden (fast) immer auf den Tisch zaubern. Und schon fühlt es sich auch auf dem Balkon oder der Terrasse wie am Mittelmeer an. Fehlen nur noch der Sandstrand und das Wellenrauschen …


Obst und Gemüse

Von A wie Apfel bis Z wie Zucchini: Davon können und sollten Sie im Sommer nie genug bekommen. Einen knackigen Salat zur Vorspeise, zwischendurch eine kalte oder heiße Suppe, zartes Gemüse als Beilage oder Hauptgang und zuckersüßes Obst zum Nachtisch – am besten keine Mahlzeit ohne. Und am besten auch immer das, was die Saison gerade so hergibt.

Von Natur aus arm an Kalorien und Fett, versorgt uns Obst und Gemüse in der warmen Jahreszeit zusätzlich mit Flüssigkeit und reichlich Vitaminen und Mineralstoffen. Und solange Tomate, Paprika und Aubergine nicht in Sahne und dergleichen ertränkt werden, gibt es auch keine Beschränkung bei der Menge. Besonders leicht wird die Angelegenheit, wenn das Gemüse in Brühe oder Bouillon gedämpft und zum Schluss mit etwas Olivenöl abgeschmeckt wird. Oder probieren Sie doch einmal ein Salatdressing mit halber Menge Öl, ersetzen Sie die andere Hälfte mit Wasser und gehen Sie gern verschwenderisch mit frischen Kräutern um.


Olivenöl

Das Universal-Genie in der Sommerküche heißt: Olivenöl. Braten, dünsten, für Soßen und Salate: Es gibt nichts, wofür es nicht einsetzbar wäre. Der König unter den Olivenölen ist das kalt gepresste, das so genannte »native« Olivenöl. Es ist nicht nur vielfältig und schmeckt unglaublich fruchtig – es ist darüber hinaus reich an gesundheitlich wertvollen ungesättigten Fettsäuren, Vitamin E und so genannten sekundären Pflanzeninhaltsstoffen.

Mediterrane Gerichte werden (bei entsprechender Dosierung) nicht zu Kalorienbomben – und zusätzlich bekömmlicher. Ideal also für heiße Tage und für das Urlaubsgefühl zwischendurch. Aber: Bei aller Freude über diese Vorzüge bleibt auch Olivenöl ein Fett und sollte deshalb entsprechend umsichtig verwendet werden.


K wie Kräuter und Knoblauch

Keine Jahreszeit bietet so viele frische Kräuter wie der Sommer. Und deshalb gehören Basilikum, Oregano, Thymian, Rosmarin und Salbei unbedingt mit in den Topf oder auf den Teller. Die aromatischen Grünen sorgen nicht nur für die nötige Prise »Bella Italia«, die enthaltenen ätherischen Öle, Bitter- und Farbstoffe bringen den Körper auch so richtig in Schwung. Ein weiterer Sommerklassiker: Knoblauch. Ob man ein glühender Verehrer des typischen Geruchs ist oder nicht: Er gehört einfach dazu. Zum Sommer. Und zum Urlaub.


Fisch und Fleisch

Auch bei Fleisch, Fisch oder Meeresfrüchten wird jetzt der Ruf nach leichterer Kost laut. Gegrillt, gebraten, gedünstet oder gekocht. Dicke, schwere Saucen sind dabei tabu – die belasten gerade bei den warmen Temperaturen nur unnötig den Organismus und haben in Sachen Kalorien auch einiges auf den Rippen. Besonders kalt genossen sind die Eiweiß-Bomben eine kulinarische Bereicherung. Marinierter Fisch als Vorspeise oder dünn aufgeschnittener, kalter Braten zum Salat, dann klappt’s auch mit der Bikini-Figur.


Brot, Pasta und Co

Auch wenn der Begriff »Sättigungsbeilagen« ein bisschen uncharmant daherkommt - ohne beispielsweise Brot, Nudeln und Hülsenfrüchte geht in der südlichen Küche gar nichts. Während aber die Einen (die Italiener) dabei eher auf Pasta setzen, punkten die Anderen (die Spanier) mit Kartoffeln. Und auch wir setzen im Sommer darauf – natürlich die leichten Varianten. Es muss ja nicht immer Kartoffelgratin und Linseneintopf sein. Ein Teller Pasta mit Zitrone und Olivenöl, ein Linsensalat mit magerem Hühnchenfleisch oder die berühmte Backkartoffel mit Quark ... wer kann dazu schon Nein sagen?


Typisch Mittelmeer

Italien, Spanien, Frankreich, Griechenland oder die Türkei gehören zu unseren beliebtesten Urlaubszielen. Und nicht nur, weil es dort warm ist und (fast) immer die Sonne scheint. Auch die Küche hat es uns angetan. Leichte, frische Gerichte, die zur Jahreszeit (=Sommer) passen und ein bisschen von dem südländischen Lebensgefühl einfangen.

Für diese Art zu kochen gibt es mittlerweile einen Begriff: »Mittelmeerküche« oder »mediterrane Küche«. Auch wenn es von Land zu Land Unterschiede gibt, so haben sie doch einen gemeinsamen Nenner: Olivenöl (= »gesundes« Fett), Gemüse, Fisch und Meeresfrüchte, Kräuter, Brot und Pasta, Käse, gelegentlich ein Gläschen Wein und – nicht zu vergessen – die nötige Ruhe, um das Mahl in Gesellschaft zu genießen.

her

Hochwertige Essige und Öle veredeln nicht nur Salate.
Ein bisschen weniger füllt auch den Magen - und die Linie freut sich außerdem.
Im zunehmendem Maß auf dem Grillrost zu finden: gesunder Fisch.
Fotos: Shutterstock (3), Henrik Matzen (2)