Artikel Essen & Trinken im Detail

 
Sie sind hier: Essen & Trinken / Artikel
Dienstag, 22. Mai 2012
...

Die neue in der Obstschale

Halb Pampelmuse, halb Grapefruit - was ist das für ein wundersames Früchtchen, das immer mehr Freunde gewinnt?

In der Runde der zitrusfrischen »Vi­tamin-C-Bomben«, die in der kalten Jahreszeit unsere Abwehrkräfte stärken, trifft man seit einigen Jahren auch eine wahre Riesin an: die leicht birnenförmige Pomelo, die mit einer imposanten Größe von 15 bis 25 Zentimetern Grapefruits, Orangen oder Mandarinen weit überragt.

Die Frucht wiegt im Durchschnitt rund 500 Gramm, manche Exemplare erreichen aber auch das stolze Gewicht von bis zu zwei Kilogramm.

Familienbande, kreuz und quer
Die Pomelo wurde um das Jahr 1970 herum in Israel »erfunden«, wo sie durch eine Kreuzung von Grapefruit und Pampelmuse entstand.
Wieso Kreuzung? Sind Pampelmuse und Grapefruit nicht dasselbe? Im allgemeinen Sprachgebrauch oft schon; doch botanisch gesehen ist die Grapefruit eine eigene Art, die auf eine spontane Kreuzung der Pampelmuse mit der Apfelsine zurückgeht. Durch die Verbindung der Grapefruit und der echten Pampelmuse wurde also sozusagen »zurückgekreuzt« – und da war sie, die Pomelo, die sich ihren beiden Ahnen gegenüber durch ein deutlich milderes Aroma auszeichnet.

Eine süße Chinesin
In Deutschland kamen die ersten Pomelos 1974 auf den Markt. Heute werden sie nicht nur in Israel, sondern auch in Südafrika, Südostasien und China angebaut. China ist das Heimatland einer besonderen Sorte, der Honigpomelo, in der das säuerlich-fruchtige Grapefruitaroma mit angenehmer Süße verschmilzt. Honigpomelos sind nur halb so bitter wie ihre Kollegen. Sie haben größere, saftigere Fruchtsegmente und eine dünnere Schale.

Bestens entblättert
Pur oder im Obstsalat werden Pomelos meistens roh verzehrt. Man kann aber auch Marmelade und andere Süßspeisen aus ihnen zubereiten oder ihren frisch gepressten Saft genießen. Pomelos lassen sich gut lagern, ganze Früchte halten sich bei Zimmertemperatur bis zu zwei Wochen frisch. Wenn die Schale auf einen leichten Fingerdruck hin nachgibt, hat die Pomelo ihre optimale Genussreife erreicht.

Um die recht dicke Außenhaut bequem vom Fruchtfleisch zu lösen, empfiehlt es sich, die Schale vorher in Segmenten einzuschneiden. Die Zwischenhäutchen am Fruchtfleisch der einzelnen Spalten werden nicht mitverzehrt.

Pomelo online
In Internetforen wird ausgiebig über alles und jeden diskutiert. Da kommt natürlich auch »die Neue« in der Obstschale zur Sprache. Wie kommt sie an? Ein(e) gewisse(r) »knutschal« schreibt dazu: »Köstlich, ich könnt mich immer reinsetzen. Das Beste – sie spritzt nicht, es klebt nicht und sie hält sich super lange.«

Auch Verzehrtipps werden in den Foren rege ausgetauscht. So zum Beispiel: »Wenn ich eine Spalte in den Händen halte, knabbere ich die entlang der Spitze ab, ziehe die Haut links und rechts runter, dann hab ich die Spalten fast ohne pullerei raus«. Sehr prägnant wird hier auch die Besonderheit der Honigpomelo auf den Punkt gebracht: »Wirklich wie Grapefruit, wo man das Bittere weggemacht hat.«         mimu

Inhaltsstoffe in 100 g
verzehrbarem Anteil (Mittelwerte)


Eiweiß 0,5 – 0,8 g
Kohlenhydrate 6 – 12 g
Fett 0,2 – 0,6 g
Vitamin C 36 – 49 mg
Brennwert 105 – 209 kJ bzw. 25 – 50 kcal

Tipp:
Leckerer schlank werden!
Genau wie Grapefruits sind auch die deutlich milder schmeckenden Pomelos ideale Begleiter bei Diäten. Sie sind nicht nur kalorienarm, sondern fördern zugleich Stoffwechsel und Verdauung und stabilisieren den Kreislauf.

Foto: convenience-guide food studio