Artikel dieser Ausgabe aus Essen & Trinken
Meine Gesundheitsapotheke
Die Mega-beere
Für Sie geerntet: Kürbisse
Wer Kürbis nur süß-sauer eingelegt genießt, bringt sich um viele gesunde Gaumenfreuden.
Was hat die winzige Johannisbeere mit dem Kürbis gemeinsam? Nun, so einiges. Denn obwohl Kürbisse als Fruchtgemüse serviert werden, gehören sie strenggenommen zum Beerenobst. Sie sind nicht nur die größten Beeren der Welt, sondern die größten Früchte überhaupt. Manche erreichen einen Umfang von über drei Metern, und das bisherige Rekordgewicht wurde im September 2007 mit 766,1 Kilogramm erreicht.
Beleuchtete Kürbisse in Fenstern und Hauseingängen, deren bizarre Gesichter eine reizvolle Mischung aus Gruselgrinsen und warmem, orangefarbenem Licht in den dunkler werdenden Abenden verbreiten
Diese stimmungsvolle herbstliche Dekoration erfreut sich zunehmender Beliebtheit, seit die in Amerika verbreiteten Bräuche rund um das Halloweenfest am 31. Oktober auch bei uns immer populärer werden.
Außen Halloweenlaterne – innen lecker und gesund!
Warum nicht einmal gemeinsam mit den Lieben einen frischen Kürbis aushöhlen und mit fantasievollen Fratzen versehen? Das ist ein schöner Spaß für regnerische Nachmittage. Je größer die ausgewählten Exemplare jedoch sind, desto dringender sollten Sie nicht nur ein langes, scharfes Messer parat, sondern auch einen echten „Kraftmaxen“ im Kürbisteam haben, denn der Umgang mit den Megabeeren erfordert einiges an Muskelschmalz!Das Fruchtfleisch, das beim Halloweenlaternen-Schnitzen zutage tritt, wird dann am besten umgehend klein geschnitten, blanchiert und eingefroren. So können Sie in Ruhe überlegen, was Sie daraus Köstliches zubereiten wollen.
Süß oder herzhaft? Die Zauberkugel in der Küche
Kaum ein Gemüse ist so vielseitig wie der Kürbis. Man kann ihn nicht nur süß-sauer einlegen, sondern auch kochen, braten, grillen, dünsten, überbacken oder pürieren, köstliche Suppen und Salate, aber auch Pudding, Kompott und Marmeladen aus ihm zaubern.Mal schmeckt er würzig und pikant, mal süß und mild
und das ganz ohne wundersame Beschwörungsformeln. Schlicht die Mischung machts! Kürbisse haben nämlich die Eigenschaft, jeweils den Geschmack der übrigen Zutaten anzunehmen.In Kombination mit Essig, Zwiebeln, Knoblauch, Chili, Curry oder Ingwer entscheidet sich der Kürbis fürs Pikante, in Begleitung von Zucker, Zimt, Ananas, Äpfeln, Orangen, Himbeeren oder Likören dagegen verwandelt er sich in köstliche Desserts.
Kalorienarm und bekömmlich
Ähnlich wie Gurken und Melonen sind Kürbisse dank ihres hohen Wassergehalts sehr kalorienarm. Sie eignen sich hervorragend für Diäten und – aufgrund ihrer guten Bekömmlichkeit – auch als Schonkost. Und ähnlich wie Karotten gehören Kürbisse zu den ersten Gemüsen, die Kleinkindern in der Beikost angeboten werden können.Die im Kürbisfleisch enthaltene Kieselsäure hat übrigens eine kräftigende Wirkung auf Haut, Nägel und Bindegewebe. Ein „magischer“ Beautytipp also – nicht nur zu Halloween!
Zier- und Speisekürbisse
Beiß nicht gleich in jeden Kürbis! Denn wenn er (wie zum Beispiel die im heimischen Garten gezüchteten Mini-Exemplare) bitter schmeckt, dann enthält er giftiges Cucurbitacin und sollte wirklich nur zu Dekorationszwecken verwendet werden.
Inhaltsstoffe in 100 g verzehrbarem Anteil (Mittelwerte)
Wasser 93 g
Kohlenhydrate 6,5 g
Eiweiß 0,1 g
Fett 0,1 g
Ballaststoffe 1 g
Vitamin C 9 mg
Energie/Brennwert 111 kJ bzw. 27 kcal
mimu



