Artikel dieser Ausgabe aus Essen & Trinken
Meine Gesundheitsapotheke
Die Königin der Tropenfrüchte
Für Sie geerntet: Ananas
Ananas bringt einen sonnigen Hauch Sommer auf den winterlichen Tisch. Trotz ihrer Süße ist sie sehr kalorienarm – und gesund!
Inhaltsstoffe in 100 g verzehrbarem Anteil (Mittelwerte):
Wasser 85 g
Kohlenhydrate 10 – 12 g
Eiweiß 0 – 0,5 g
Fett 0 – 0,2 g
Ballaststoffe 1 – 1,5 g
Vitamin C 19 mg
Energie/Brennwert 230 – 247 kJ bzw. 55 – 59 kcal
Mit einer Extraportion Bromelin
Neben fast allen Vitaminen und 16 Mineralstoffen enthält Ananas das Enzym Bromelin, das verdauungs- und durchblutungsfördernd, entschlackend, entwässernd, entgiftend und entzündungshemmend wirkt.
Kenner nennen die Ananas die „Königin der Tropenfrüchte“. Kein Wunder, schließlich trägt sie ja ein recht eindrucksvolles Krönchen auf dem Kopf! Und in sich birgt sie einen Goldschatz aus saftigem, erfrischend süß-säuerlichem Fruchtfleisch.
Jedem Partybuffet verleiht die Tropenkönigin majestätisch-exotischen Glanz – besonders dekorativ z. B. halbiert, ausgehöhlt und mit Obstsalat gefüllt.
Ein köstlicher Pinienzapfen!
In ihrer südamerikanischen Heimat gaben die Amazonas-Indianer ihr den Namen „nana“ – was so viel heißt wie „die köstliche, erlesene Frucht“. Nicht nur wegen ihres Geschmacks, sondern auch wegen ihrer Heilkraft wird Ihre tropische Majestät schon seit Jahrhunderten geschätzt.
Nachdem Christoph Kolumbus die Ananas 1493 auf Guadeloupe entdeckte und nach Europa brachte, erklärte König Ferdinand von Spanien sie kurzerhand zur schmackhaftesten Frucht der Welt. Wegen ihrer äußerlichen Ähnlichkeit mit einem Pinienzapfen nannten die Spanier sie „piña“, woraus sich im Englischen dann „pineapple“ entwickelte. Ein französischer Hugenottenpfarrer soll sie dann, in Anlehnung an ihren ursprünglichen indianischen Namen, zur uns vertrauteren „Ananaz“ umbenannt haben.
Ende des 19. Jahrhunderts begann der Plantagenanbau auf Hawaii und damit der Siegeszug der Ananas als Konservenfrucht. Seitdem ist sie als unerlässliche Zutat für süß-pikante Kreationen wie den „Toast Hawaii“ in aller Munde.
Frisch oder aus der Dose?
Da Ananas nach der Ernte nicht nachreift, empfiehlt sich beim Einkauf eine kleine Reifeprüfung. Diese ist mit Bestnote bestanden, wenn die Frucht am Stielansatz ein angenehm intensives Aroma verströmt und die Blätter sich leicht aus der Krone zupfen lassen. Auch eine gleichmäßig goldene Färbung der Schuppen ist oft ein Zeichen der nötigen inneren Reife. Diese ist aber auch bei grünen Früchten mit bräunlichen Schuppenspitzen gegeben.
Bei einer Lagertemperatur von ca. 10 °C ist Ihre Majestät gut eine Woche lang haltbar. Angeschnittene Früchte können mit Folie geschützt 2 Tage im Kühlschrank aufbewahrt werden. Zur Zubereitung werden Blattschopf und Stielansatz abgeschnitten. Dann die Frucht am besten in Spalten statt in Scheiben teilen, da die Süße im unteren Teil konzentrierter ist. Anschließend werden die Fruchtstücke vom holzigen Kern befreit und sorgfältig geschält, bis alle dunklen Stellen von der Schuppenhaut entfernt sind.
Die Zugabe von frischer Ananas in Marinaden wirkt als Fleischzartmacher. Frische Ananas sollte jedoch nicht mit Milch oder Molkereiprodukten zubereitet werden, denn das Enzym Bromelin macht das Gericht bitter. Dosen-Ananas dagegen kann problemlos in Quark oder Joghurt gegeben werden.
mimu




