Artikel dieser Ausgabe aus Essen & Trinken
Meine Gesundheitsapotheke
Die Königin der Herzen
Zu Recht gilt die Erdbeere als »Königin der Beerenzunft«.
Die prallroten, süßen und saftigen Früchtchen begeistern Genießer und Gesundheitsbewusste gleichermaßen.
Schlemmer setzen der Beerenkönigin gern noch die Krone auf, indem sie sie mit Zucker und Sahne verfeinern oder zum Eis, auf Torten und Kuchen, in der Bowle oder ins Schokoladen-Fondue getaucht genießen. Wahre Gesundheitsbomben sind die vitaminreichen Erdbeeren jedoch vor allem dann, wenn man sie möglichst oft einfach frisch und unbehandelt (und damit äußerst kalorienarm!) über den Tag verteilt verzehrt.
Eine Ananas im Mini-Format?
Die nur daumennagelgroße, wild wachsende europäische Walderdbeere war schon in der Antike und sogar in der Steinzeit eine beliebte Nascherei. Die deutlich üppigeren Erdbeerformate, die uns heute auf der Zunge zergehen, sind jedoch keine direkten Nachfahren dieser heimischen Urbeere. Ihre wilden Ahnen stammen vielmehr aus Amerika. Im 18. Jahrhundert brachten französische Seefahrer unabhängig voneinander einerseits die fast hühnereigroße »Schöne von Chile« und andererseits die etwas kleinere »Amerikanische Scharlacherdbeere« aus Virginia mit nach Frankreich.
Den Bauern der Bretagne verdanken wir eine zufällige Kreuzung beider Arten, die dann ab 1750 als so genannte »Ananas-Erdbeere« von Holland aus die Herzen eroberte.
Diesen Namen erhielt die kleine Rote, weil sie von der Form und vom Duft her an die große Gelbe erinnerte.
mimu



