Artikel dieser Ausgabe aus Essen & Trinken
Meine Gesundheitsapotheke
Die indische Götterfrucht
Die saftigen, exotisch-süßen Mangos stehen ganz oben auf der List der vitaminreichsten Früchte.
Ihr Genuss wirkt sich sehr anregend auf unseren gesamten Stoffwechsel aus. Sie stärken das Immunsystem und helfen so dabei, Infektionen und Erkältungskrankheiten vorzubeugen.
Mangos sind in tropischen Ländern ungefähr so verbreitet und populär wie in unseren nördlichen Breiten der Apfel. Speziell in Indien, wo die Mango in der Region Assam bereits vor 4000 Jahren kultiviert wurde, hat sie geradezu den Status einer Nationalfrucht. Sie wird im hinduistischen »Veda« (den heiligen Schriften) die »Speise der Götter« genannt. Der Mangobaum, in dessen Schatten einst Buddha persönlich ruhte, gilt als Symbol der Kraft, und die zarten, weißrosa oder gelblichen Mangoblüten, die wie Lilien duften, sind ein beliebtes Sinnbild in indischen Liebesgedichten.
Tropische Träume
Portugiesische Seefahrer brachten die Mango im 16. Jahrhundert nach Europa. Heute ist sie – nach der Banane – die weltweit am zweithäufigsten angebaute Tropenfrucht. Sie gedeiht überall, wo ein feuchtes und heißes Klima herrscht; nicht nur in den Tropen, sondern auch in subtropischen Regionen. In Europa zum Beispiel an der spanischen Costa del Sol und auf den kanarischen Inseln. Hauptproduzent ist jedoch nach wie vor Indien.
Süß und saftig
Mangos sind je nach Sorte grün, gelb, rot oder mehrfarbig. Ihre Farbe verrät also nichts über den Reifegrad. Eine für den Rohverzehr genussreife Mango erkennt man vielmehr daran, dass das Fruchtfleisch leicht nachgibt, wenn man auf die Schale drückt. Kleine schwarze Punkte auf der Schale zeigen die Vollreife an. Unreif gekaufte Mangos reifen bei Zimmertemperatur in ungefähr einer Woche nach. Wenn man sie zusammen mit Äpfeln in eine Plastiktüte verpackt, geht es schneller.
Um an das saftig-süße, hellgelb bis orangefarbene Fruchtfleisch zu gelangen, wird die Frucht vom Stängel her mit einem scharfen, mit der Spitze am Kern entlanggeführten Messer senkrecht nach unten einmal rundherum aufgeschnitten, sodass zwei gleich große Hälften entstehen. Bei ausgereiften Früchten lösen sich die beiden Hälften dann leicht vom Kern, wenn man sie gegeneinander dreht.
Nach dem Entkernen und Halbieren kann das Fruchtfleisch einfach aus der Schale herausgelöffelt werden. Sie können die Frucht aber auch schälen, das Fruchtfleisch in Stücke schneiden und in Fruchtsalate oder Müslis geben.
Exotische Gaumenfreuden
Apart zum Dessert ist ein »Mango-Igel«. Er entsteht, wenn man mit dem Messer (vorsichtig, ohne die Schale einzuritzen) ein Schachbrettmuster in das Fruchtfleisch einer Mangohälfte einschneidet und diese dann umstülpt, indem man die Schale nach innen drückt.
Doch in der Mango steckt mehr als nur eine Nachtischnascherei. In zahlreichen fernöstlichen Gerichten wird sie zusammen mit Fleisch, Fisch oder Geflügel zu einem köstlichen, süß-pikanten Geschmackserlebnis kombiniert. Auch bei der Zubereitung der traditionellen indischen Soßenspezialität, den würzigen Chutneys, spielt die Mango eine entscheidende Rolle.mimu
Inhaltsstoffe in 100 g
verzehrbarem Anteil (Mittelwerte)
Eiweiß 0,5 g
Kohlenhydrate 12,5 g
Fett 0,5 g
Ballaststoffe 1,7 g
Vitamin C 30,0 mg
Kalzium 10 mg
Magnesium 18 mg
Brennwert 234 – 243 kJ bzw. 56 – 57 kcal
Die kleinen nussigen Verwandten
Als Mitglied der Familie der Sumachgewächse gehört die im Schnitt stolze 15 Zentimeter große Mango (botanisch: »Mangifera indica«) zur selben Art wie Pistazien und Cashewkerne.



