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Dienstag, 22. Mai 2012
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Die große Grüne und ihr Kraut

Klassische Würzkombinationen Teil 2: Dill zur Gurke - das frische, leichte Duo

Wie das Bohnenkraut zur Bohne, so gehört der Dill zur Gurke. Nicht umsonst wird das fragile, duftende Pflänzchen auch »Gurkenkraut« genannt.

Ähnlich wie Gurkensalat oder Schmorgurken erst kurz vor dem Verzehr gesalzen werden sollten, um die darin enthaltenen wertvollen Mineralstoffe nicht auszuschwemmen, so sollten Gurkengerichte immer auch erst kurz vor dem Servieren durch eine gute Portion Dill gekrönt werden.

In hauchzarter Begleitung

Nur frischer, ungekochter Dill entfaltet seinen unverwechselbaren Geschmack. Doch dieses feine Aroma wird leicht durch andere, intensivere Gewürze in den Hintergrund gedrängt. Am besten harmonieren Gurken-Dill-Gerichte mit Zitronen, Joghurt, Sahne oder Essig. Für die Vorratshaltung können frische Dillblätter – gewaschen, vom Stängel gezupft und zerkleinert – tiefgefroren oder in Öl einlegt werden.

Eine Prise Heil- und Zauberkraft

Im antiken Ägypten, Griechenland und Rom wurde der Vitamin-C-reiche Dill nicht nur als Gewürz, sondern auch als Heilmittel verwendet. Er kann unter anderem gegen Kopfschmerzen helfen und wirkt verdauungsfördernd und beruhigend.

Mit den römischen Legionären breitete sich der Dill über den Mittelmeerraum hinaus aus. Im nördlichen und östlichen Europa sprach man dem zarten Kraut dann sogar magische Kräfte zu: Es könne Gewitter und Hexen besänftigen, glaubte man hier in alter Zeit.

mimu