Artikel dieser Ausgabe aus Essen & Trinken
Meine Gesundheitsapotheke
Die Exoten kommen: Mango & Papaya
Sie kommen aus tropischen oder subtropischen Ländern, sind (fast) rund ums Jahr zu haben, sind vielseitig einsetzbar, schmecken umwerfend, und sind eigentlich ganz unkompliziert im Umgang: die Mango und die Papaya.
Mango
Die Mango ist die zweitwichtigste tropische Frucht nach der Banane, und es sind über 1000 verschiedene Sorten bekannt, wovon aber nur 20 eine ernsthafte Rolle spielen. Die Form reicht von rund über eiförmig, länglich, oval bis zu herz- oder nierenförmig. Die Größe variiert von pflaumengroß bis hin zu 2-kg-Früchten, und ebenso abwechslungsreich ist die Schale: grün, gelb, orange, rot bis purpurn.
Geschmack: Das leicht faserige Fruchtfleisch ist tiefgelb bis orange und enthält in der Mitte einen abgeflachten, großen Stein, der sich nur recht schwer herauslösen lässt. Es ist sehr saftig und schmeckt würzig süß, manchmal auch leicht harzig oder nach Terpentin. Dieser Beigeschmack kann abgemildert werden, indem man die Mango vor dem Essen für eine Weile in den Kühlschrank legt und sie kalt isst. Leicht gekühlt und mit etwas Zitronensaft beträufelt kann der ohnehin gute Geschmack noch verbessert werden.
Einkauf und Verwendung: Mangos werden halbreif geerntet und reifen dann bei 20 bis 25 Grad innerhalb einer Woche nach, was noch beschleunigt werden kann, indem man die Früchte in Kunststoffbeuteln aufbewahrt. Die kälteempfindlichen Mangos gehören auf keinen Fall in den Kühlschrank. Gibt die Schale auf leichten Druck nach und duftet die Frucht sehr intensiv, ist die Mango reif. Merke: Die Farbe sagt nichts über den Reifezustand aus. Ist das Fruchtfleisch braun verfärbt, wurde falsch – meistens zu kalt – gelagert. Außer zur süßen Verwendung passen Mangos ganz hervorragend zu Fleischgerichten wie Geflügel, Ente, Currys oder Chutneys.
Besonderes: Mangos haben von allen Obstsorten den höchsten Gehalt an Provitamin A, viel Vitamin C und sind auch sonst ein Gesundbrunnen. Allerdings sollte man nach dem Genuss von Mangos für mindestens 2 Stunden auf Milch oder Alkohol verzichten, weil dadurch ernsthafte Magenbeschwerden auftreten könnten. Und der Fruchtsaft von Mangos ist ein hartnäckiger Geselle, Flecken lassen sich kaum entfernen. Nicht umsonst heißt die Mango spaßeshalber „Badewannenfrucht“: Am besten in der Badewanne essen, dann kann garantiert nichts passieren!
Papaya
Die vielen unterschiedlichen Papayasorten (50 gibt es schätzungsweise) werden bei uns lediglich nach dem Herkunftsland unterschieden. Die Formen reichen von klein und rund über birnenförmig bis länglich oval. Papayas werden bis zu 30 cm lang und sind zwischen 400 und 1000 g schwer. Die dünne und recht druckempfindliche Schale variiert farblich zwischen gelb, orange, rötlich gelb bis gelblich grün und ist ungenießbar.
Geschmack: Das Fruchtfleisch der Papaya (auch Baummelone genannt) ist lachsrosa bis orangegelb, duftet nach reifen Aprikosen und schmeckt mild-süß, ähnlich der Melone. Im Inneren befinden sich in einen Milchschleim gebettete pfeffergroße beißend scharfe Samen. Mit etwas Zitronensaft beträufelt wird der Geschmack des weichen und sehr saftigen Fruchtfleischs noch unterstrichen.
Einkauf und Verwendung: Papayas werden halbreif geerntet und reifen nach. Den richtigen Zeitpunkt erkennt man an der gelb gefärbten Schale, an kleinen dunklen Flecken, leichtem Nachgeben auf Druck und einem köstlichen Duft. Sind sie zu weich oder ist die Schale schadhaft oder runzelig, ist das kein gutes Zeichen. Von ganz harten, grünen Papayas sollte man die Finger lassen, da sie zu früh geerntet wurden und nicht mehr nachreifen können. Ein Blick auf das Stielende verrät es: Ist die Schale dort gelb, ist die Papaya okay. Sind die Früchte noch nicht ganz reif, sollten sie bei Zimmertemperatur gelagert werden, sind sie vollreif, können sie mühelos bis zu 2 Wochen im Gemüsefach aufbewahrt werden.
Besonderes: An wertvollen Inhaltsstoffen sind vor allem der hohe Vitamin-C-Gehalt und der niedrige Säuregehalt hervorzuheben, der Papayas auch für empfindliche Mägen verträglich macht. Darüber hinaus enthalten sie das Enzym „Papain“, welches Eiweiß abbaut und somit die Verdauung unterstützt. In den Erzeugerländern wird aus den Früchten Papain in großem Stil gewonnen, welches dann als Fleischzartmacher eingesetzt wird und zur Herstellung von verdauungsfördernden Medikamenten dient. Mit Gelatine vertragen sich Papayas nur schlecht, das Enzym verhindert das Festwerden. Und Milchprodukte sind auch keine gute Gesellschaft, ein zu langer Kontakt lässt das Eiweiß gerinnen.
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