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Dienstag, 22. Mai 2012
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„Die Birne bin ich!“

Birnen

Sonnenkönig Ludwig XIV. („Der Staat bin ich!“) war nicht nur Symbolgestalt des Absolutismus, sondern ganz nebenbei auch ein absoluter Fan der Birnenfrucht. Womöglich ist das auch der Grund für das vergleichsweise hohe Alter, das der Monarch des 17. Jahrhunderts erreichte. Immerhin enthalten Birnen nur wenig Fruchtsäure – was der Magen bekanntlich dankt – und sehr viele wertvolle Mineralstoffe.

Noch heute finden sich in den weitläufigen Parks von Versailles viele Birnbäume – im Gedenken an die besondere Leidenschaft des legendären Regenten.

Sie mag’s gern: Wild
Den Birnen geht es ähnlich wie den Äpfeln: Zwar sind weltweit mehrere hundert bis zweitausend Sorten (je nach Region) dokumentiert, doch in den Verkauf schaffen es nur sehr wenige.

Zum Trost lässt sich sagen, dass diese sehr geschmackvoll ausfallen, angefangen bei der goldgelben Williams Christbirne mit der leichten Vanillenote im Geschmack über die süße Charneux-Birne bis zur aromatischen, gelb-braunen Abate Fetel, die überwiegend aus Italien in unsere Obstschale gelangt.
Im Gegensatz zu Äpfeln sind Birnen nur eingeschränkt lagerfähig, frühreife Sorten sollten sogar zügig nach der Ernte verzehrt werden. Je nach Süße und Konsistenz passen sie gut zu Käse, Nüssen und Eis, und wer sie dünstet, hat damit eine optimale Beilage zu Wildgerichten.

Die Krone aufs Festmahl setzt natürlich eine „Birne Helene“, das Dessert, bei dessen Erfindung um 1870 die Operette „Die schöne Helena“ Pate gestanden haben soll.

espa

Foto: convenience-guide food studio