Artikel dieser Ausgabe aus Essen & Trinken
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Deutsch-französische Kohlalition
Grünkohl mal ganz anders – und zwar auf einer Quiche.
Völkerverständigung auf höchster Ebene ist ja gut und schön, doch auf flacher ist so was in der Regel mit mehr Genuss verbunden. Und welche Ebene ist schon so flach wie die einer Quiche?
Die wortkargen Norddeutschen und die redseligen Franzosen finden auf den ersten Blick wohl nur schwer zueinander – auf den ersten Biss klappt das schon viel besser. Die Lösung: Man kombiniere eine knusprige Quiche samt leckeren Zutaten nach Wahl mit aromatischem Grünkohl. Origineller lässt sich der kontinentale Nachbar kaum entdecken
Kuchen muss nicht süß sein
Lothringens Beitrag zur vielgepriesenen französischen Küche ist sehr umfassend und reicht von schweren Torten über Makronen und Kekse bis zu Konfitüren. Warum ausgerechnet ein herzhafter Kuchen im Pizzaformat aus dieser Region zu Weltruhm gelangte, wird wohl ein Geheimnis bleiben. Kein Geheimnis dagegen ist, dass der salzige Charakter der Quiche auf die historischen Salinen Lothringens zurückgeht, wo dieses seinerzeit kostbare Gewürz in großen Mengen abgebaut wurde.
Die ursprünglich nur aus Brotteig (später Mürbe- oder Blätterteig) und Eiern, Crème fraîche, Milch und Sahne bestehende Spezialität wurde später um Speck und Käse ergänzt und kennt inzwischen viele Variationen. Eine Grünkohlvariante allerdings dürfte auch in Frankreich noch Seltenheitswert haben.



