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Dienstag, 22. Mai 2012
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Das Beste vom Westhof

Die neuen »Unser Norden« Gemüse-Sorten bei plaza und sky

Weißkohl ist ein Gemüse, das vor allem in Herbst und Winter Saison hat. Aus ihm lassen sich deftige Eintöpfe, Krautkuchen, Kohlrouladen oder Salate herstellen. Viele Weißkohlsorten haben Köpfe, die deutlich größer sind als die des Rotkohls. Früh marktreife Sorten werden in der Regel als Kopfkohl angeboten. Die später marktreifen und vielfach großvolumigen Sorten werden zu einem Großteil zu Sauerkraut verarbeitet. Die am meisten angebauten Sorten sind rundköpfig, wodurch sie leichter maschinell zu verarbeiten sind. Im Norden sind auch platte Kopfarten zu finden.

Die „Ackerpille“ bezeichnet den schon im 16. Jahrhundert bekannten Weißkohl-Urtyp. Auf Grund ihrer typischen ovalen Form wird diese Kohlsorte „Ackerpille“ genannt. Dieser Kohl schmeckt mildwürzig, hat eine lockere Struktur, riecht nicht bei der Zubereitung und bläht nicht.
Der Westhof baut dieses wertvolle Gemüse als einziger Hof im ökologischen Anbau an. Die Ackerpille wächst direkt hinterm Deich an der Nordsee. Eine frische Meeresbrise und saftiger Marschboden bieten diesem Naturprodukt ideale Wachstumsbedingungen. Die Ackerpille ist nur zwischen September und Dezember erhältlich.

Rotkohl gehört zu den Kohlgemüsearten. Seine festen Köpfe zeichnen sich durch ihre rot-grünen Außen- und glatten roten Innenblätter aus. Die Frische erkennt man an den kräftigen, festen und matt glänzenden Blättern.
Der Rotkohl wächst zu einem runden Kohlkopf, bei dem die einzelnen Blätter eng aneinanderliegen. Die Blattfarbe ist ein dunkles Lila. Er ist ein typisches Wintergemüse, wird im Frühjahr ausgesät oder gepflanzt und im späten Herbst geerntet. Der Rotkohl hat gute Lagereigenschaften. Im Gegensatz zum Weißkohl wird er nicht als Sauerkraut haltbar gemacht.

Die Pastinake ist eine Halbrosettenpflanze mit fleischiger Rübe. Die weißlich-gelben Rüben sind schon seit langem Bestandteil der menschlichen Ernährung. Im Römischen Reich waren sie eines der beliebtesten Wurzelgemüse. Bis Mitte des 18. Jahrhunderts gehörten die Pastinaken auch in Deutschland zu den wichtigsten Grundnahrungsmitteln, bis sie dann von Kartoffeln und Karotten weitgehend vom Speiseplan verdrängt wurden. Besonders durch die ökologische Landwirtschaft wird die Pastinake jetzt wieder bekannter.
Der Geschmack der vorwiegend im Winter geernteten Wurzeln ist süßlich-würzig und erinnert an den von Karotten und Sellerie. Pastinaken lassen sich backen oder kochen und zu Cremesuppen und Pürees verarbeiten. Die Blätter der Pastinake können als Würzkraut verwendet werden.

Steckrüben haben eine rundliche Form, eine grüne bis gelbliche oder rötliche derbe Schale und weißliches bis gelbes Fleisch mit einem angenehm herbsüßen Geschmack, der an Kohl erinnert. Erntesaison in Deutschland ist von September bis Mai.
In der Küche werden nur die Wurzelknollen verwendet. Zur Zubereitung werden Steckrüben in der Regel geschält, in dicke Stifte oder Würfel geschnitten, mit Fett und Flüssigkeit gedünstet und nach Rezept weiterverarbeitet, zum Beispiel zu Rübenmus.
Rote Bete, die mit den Römern nach Mitteleuropa kam, ist mit der Zuckerrübe und dem Mangold verwandt. In Deutschland gehört die Rote Bete mittlerweile zu den klassischen Wintergemüsen, das von Oktober bis zum ersten Frost geerntet wird. Ihren Ursprung hat diese Kulturpflanze allerdings im Mittelmeerraum, wahrscheinlich in Nordafrika.

Die Rote Bete hat eine dünne Schale und ist mit ihrem aromatischen Geschmack ein beliebtes Gemüse, das für Rohkostsalate verwendet oder als Beilage gereicht wird. Ferner ist die Rote Bete ein Bestandteil von Labskaus und Borschtsch. Die Blätter können ebenfalls gekocht und verzehrt werden.

Fotos: coop (5), Shutterstock (1)