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Dienstag, 22. Mai 2012
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Coole Vorratshaltung

Küchentipps: Richtig einfrieren

Wer Lebensmittel für eine Weile in den Winterschlaf schickt und sie damit haltbar macht, kann dem jeweiligen Marktangebot und den Ladenschlusszeiten ein Schnippchen schlagen. Und hat immer einen Trumpf im Ärmel, wenn unangemeldet Besuch vor der Tür steht.

Aber auch Zeit, Geld und Energie lassen sich sparen, indem größere Mengen gekocht und einfach eingefroren werden. Einmal gekocht – mehrmals eine köstliche Mahlzeit auf dem Teller. Und bei dem ein oder anderen Lebensmittel tut man sich sogar was Gutes, denn das Einfrieren kann die Qualität verbessern. Aber dazu sollte man wissen, was wie und wie lange in der Gefriertruhe verschwinden darf.

Vorbereitung
Aus technischer Sicht ist es notwendig, dass Lebensmittel so schnell wie möglich gefrieren, um die sich bildenden Eiskristalle so klein wie möglich zu halten. Minus 25 Grad kalt sollte es schon sein. Wie viel auf einmal eingefroren werden kann, hängt vom Gerät ab, steht aber in jeder Gebrauchsanweisung. Grundsätzlich gilt: Je fetthaltiger ein Lebensmittel ist, desto kürzer lässt es sich aufbewahren. Und: Was eingefroren wird, sollte vorher kalt/abgekühlt sein.

  • Gemüse blanchieren (kurz in heißes Wasser getaucht) – 2 bis 5 Minuten, je nach Gemüseart. Danach in Eiswasser abkühlen und abtrocknen.
  • Obst wie Beeren oder Kirschen (entsteint) auf einem Tablett vorfrieren, dann in einen größeren Behälter umfüllen. So können sie portionsweise entnommen werden und behalten ihre schöne Form.
  • Fleisch ist bestens am Stück aufgehoben und das möglichst fettfrei – so lässt es sich über 6 Monate lagern. Bei einzelnen Fleischstücken, Steaks zum Beispiel, am besten ein Stück Folie dazwischen legen, das erleichtert das Auftauen ungemein.
  • Hackfleisch ist sehr heikel, da es schnell verdirbt. Am besten gleich nach dem Kaufen in kleinen Einheiten in Beutel packen und mit einem Nudelholz so flach wie möglich ausrollen – dadurch gefriert es schneller.


Geschickt verpackt
Geruchsneutral, reißfest, lebensmittelecht und temperaturbeständig von minus 85 bis plus 95 Grad sollte die Verpackung sein. Das gilt für Gefrierdosen und Gefrierbeutel. Die gibt es in verschiedensten Größen und als »Spezial« -Variante für zum Beispiel Eiswürfel, Crushed Ice oder sogar für Muttermilch. Gefrierdosen sollten stapelbar sein und möglichst eckig, das spart nämlich Platz.

Und beim Befüllen daran denken: Flüssigkeiten immer nur bis zwei Zentimeter unter den Rand einfüllen, da sich die Flüssigkeit während des Gefrierens ausdehnt. Und wer schon mal eine Flasche Sekt in der Gefriertruhe vergessen hat, weiß, wovon die Rede ist ...

Verpackungen wie Müllbeutel oder Frischhaltefolie gehören nicht in die Gefriertruhe, genauso wenig wie Margarinebecher. Sie sind nicht ausreichend reißfest bzw. schließen nicht dicht. Die Folge: Austrocknen und Geschmacksverlust. Und, Sparsamkeit in allen Ehren, beim Tiefkühlen ist sie fehl am Platz. Dem zum zweiten Mal verwendeten Gefrierbeutel ist nicht anzusehen, ob er irgendwie verunreinigt ist. Und das kann sich negativ auf die Qualität auswirken, schlimmstenfalls die Lebensmittel komplett verderben.

Ordnung ist Pflicht
Eine anständige Verpackung ist für alle Lebensmittel Pflicht, unabhängig davon, wie lange sie überhaupt gelagert werden können. Aber das Material alleine ist nicht alles: Was drin ist, muss drauf. Zwingen sie sich dazu, die Lebensmittel zu beschriften. Inhalt, Menge, Datum. Denn (blickdicht) eingefrorene Lebensmittel lassen sich zum Teil nur schwer unterscheiden. Und selbst bei halbdurchsichtigen Verpackungen sieht das Hühnerfrikassee dem Kohlrabigemüse ziemlich ähnlich.

Hilfe! Gefrierbrand.
Gut, ganz so schlimm ist Gefrierbrand nun auch nicht, aber er kann leicht die leckersten Lebensmittel ruinieren. Frostbrand, wie Gefrierbrand auch genannt wird, bildet sich an den Randschichten eines Lebensmittels, macht es trocken und verfärbt es weißlich bis grau-braun. Chemisch-physikalisch passiert dabei folgendes: An der Innenseite der Verpackung bildet sich Kondenswasser, im Gefolge verändern die Eiskristalle ihren Zustand (zuerst waren sie fest, dann werden sie gasförmig) und verfärben die Lebensmittel. Dadurch verändern sich die Eiweiße (sie denaturieren) und die Fette (sie oxidieren).

Die Lebensmittel verderben dabei zwar nicht im klassischen Sinne, sie werden jedoch zäh und trocken. Verhindern lässt sich Gefrierbrand recht einfach: mit einer dichten, möglichst stramm anliegenden, wasserdampfdichten Verpackung.

Tiefkühlen und Energie sparen
Regelmäßig die Gummidichtung der Tür überprüfen. Ordnung erspart langes Suchen und damit lange Öffnungszeiten der Tür. Die Eisschicht sollte nicht dicker als 1 cm sein!
Je voller der Gefrierschrank ist, desto weniger warme Luft kann beim Öffnen rein – deshalb freie Flächen ausfüllen mit zum Beispiel Styropor oder einem geschlossenen (Schuh-)Karton.

her

Fotos: Shutterstock
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