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Dienstag, 22. Mai 2012
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Bunt und voller Lebensfreude

Mit einem frischen, knackigen Paprikasalat dazu wird der sommerliche Grillgenuss doppelt schön - und sehr gesund!

Inhaltsstoffe in 100 g verzehrbarem Anteil (Mittelwerte)

Kohlenhydrate 3 - 5 g
Eiweiß 1 g
Fett 0,2 - 0,5 g

Vitamin C 80 - 150 mg

Brennwert 20 - 28 kJ bzw. 85 - 110 kcal

Mit einem frischen, knackigen Paprikasalat dazu wird der sommerliche Grillgenuss doppelt schön - und sehr gesund!

Ob in den drei vertrauten Ampelfarben Grün, Gelb und Rot oder auch etwas ausgefallener in Orange, Weiß, Violett oder Schwarz - die Paprika-Palette hat allein schon dem Auge viel zu bieten. Auch am Formenreichtum herrscht kein Mangel. Von kugelrund bis länglich-schmal liegen uns die prallen und glänzenden Früchte in der Hand.


Ein Weltenbummler mit viel Würzkraft

Den Grundstein für die heutige Vielfalt der Paprikafrüchte legte die Urbevölkerung Süd- und Mittelamerikas, die bereits vor mindestens 5000 Jahren mit dem gezielten Anbau der Schoten begann. Paprika war damals noch kein mild schmeckendes Gemüse, sondern ein scharfes Gewürz, ein Heilmittel – und mehr. Während die Azteken die einzelnen Sorten akribisch je nach Schärfe in sechs verschiedene Kategorien einteilten, um für jedes Gericht die passende Würze zu finden, kurierten die Maya damit Asthma und Husten. Bei den Inka soll Paprika sogar als Zahlungsmittel im Umlauf gewesen sein. Als die spanischen Eroberer die Wunder Amerikas entdeckten, glaubten sie zunächst, mit der scharfen Schote eine neue Pfefferart in die alte Welt mitzubringen.

In Afrika, Indien und China wurde die pikante Frucht aus Übersee schon sehr bald zu einem wichtigen Bestandteil der regionalen Küche. In Europa wurde sie dann in Verbindung mit den osmanischen Feldzügen als »türkischer Pfeffer« bekannt. Besonderer Beliebtheit erfreute sich die Paprika in den Balkanländern. Erste Paprikakulturen gab es hier bereits um 1585 in der Region um Brünn in Tschechien. Seit dem 18. Jahrhundert wird Paprika in Ungarn im großen Stil angebaut. Hier darf das pikante Gewürz in keinem Nationalgericht fehlen.


Als Gemüse? Noch beliebter!

Der langen Geschichte der Gewürzpaprika hält die Gemüsepaprika nur eine rund 60 Jahre umfassende »Kurzgeschichte« entgegen, die allerdings als echte Erfolgsstory gelten kann: Die heute so beliebte und verbreitete milde Variante der Frucht wird erst seit Mitte des 20. Jahrhunderts angebaut. Nachdem die Züchtung neuer Sorten ohne den Zungen verbrennenden Inhaltsstoff Capsaicin gelungen war, der die Paprika zum Gewürz gemacht hat, stieg der weltweite Paprikaanbau sofort sprunghaft an.

Von ihren Inhaltsstoffen her zeichnet sich Gemüsepaprika nicht nur durch bemerkenswert viel Muntermacher-Vitamin-C aus, sondern sie enthält auch wertvolle Flavonoide, die dieses Vitamin stabilisieren und zugleich die Durchblutung fördern. Rote und orangenfarbige Paprikasorten enthalten darüber hinaus auch eine Extraportion Beta-Carotin, das als Krebs vorbeugend gilt.

Wer ihren vollen gesundheitlichen Wert auskosten möchte, schneidet rohe Paprika immer erst kurz vor dem Verzehr in Stücke und gibt unbedingt etwas Öl hinzu. Im Kühlschrank gelagert verliert die Frucht im Laufe einer Woche kaum an Vitamin C. In kleine Teile geschnittene Paprika können gut eingefroren werden.

mimu

Info:

Kinder der Sonne

Botanisch gesehen ist Paprika eine Beerenart, die, obwohl sie zur Familie der Nachtschattengewächse gehört, viel Licht und Wärme zum Gedeihen braucht. Die Früchte wachsen auf ein- bis anderthalb Meter hohen, busch

Fotos: convenience-guide food studio (1)