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Dienstag, 22. Mai 2012
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Besser grillen!

Küchentipps Grilltechnik.

Worauf man bei den verschiedenen Grillgeräten achten sollte.

Welches ist die beliebteste Freizeitbeschäftigung der Deutschen im Sommer? Grillen. Durchschnittlich mindestens einmal im Monat heißt es bei uns: Grillparty! Ob im Park oder Schrebergarten, auf der Wiese oder dem Balkon.

Aber am Anfang steht die Anschaffung eines Grillgerätes plus entsprechenden Zubehörs. Die Auswahl ist riesig – jeder Baumarkt, sogar jeder Supermarkt hat diverse Modelle im Angebot. Aber nicht jeder Grill passt zu den eigenen Vorlieben und Bedürfnissen. Deshalb hier eine kleine Entscheidungshilfe für den Grillfreund.

Traditionell: Holzkohlegrill
Das Herzstück eines Holzkohlegrills ist der Rost. Grundsätzlich gilt hier, je massiver das Material des Grillrostes ist, desto besser wird die Hitze gespeichert und weitergeleitet – und umso länger ist die Haltbarkeit. Billige Grillroste sind meist aus dünnem, vernickeltem oder verchromtem Stahl und stehen auf der Auswahlliste nicht gerade oben. Besser punktet ein Rost aus Edelstahl; er ist quasi unverwüstlich, rostet nicht und saure Lebensmittel (beispielsweise Marinaden) können dem Material nichts anhaben. Der Star unter den Grillrosten ist aus Gusseisen. Nicht ganz billig, dafür eine Anschaffung fürs Leben.

Neben dem Rost ist auch die Konstruktion des Grills einen zweiten Blick wert. Stabil, fest und massiv sollte sie sein, der Grill selbst darf weder wackeln, noch scharfe Kanten haben, und angebrachte Handgriffe müssen auch bei der heißesten Grillparty einen kühlen Kopf bewahren. Gute Grills haben ein GS-Prüfsiegel (Geprüfte Sicherheit) oder tragen das DIN-Zeichen.

Am liebsten selbstreinigend …
Das Reinigen des Grillrostes ist von allen Arbeiten rund ums Grillen wahrscheinlich die unbeliebteste, aber auch die wichtigste (Stichwort: Hygiene). Ein Rost aus Gusseisen ist robust und steht auf die Behandlung mit einer speziellen Messingbürste. Edelstahlgrillroste sind durch die glatte Oberfläche leicht zu reinigen, mit einer Bürste, mit Grillreiniger oder sogar in der Spülmaschine. Ein Rost aus vernickeltem Stahl oder Aluminium ist dagegen vergleichsweise empfindlich, und man fährt am besten, wenn der Rost eingeweicht und dann mit einem weichen Schwamm gereinigt wird.

Die Kohle muss stimmen
Altholz, Kieferzapfen oder Altpapier haben als Befeuerungsmaterial nichts zu suchen. Qualitativ hochwertige, trockene Holzkohle (meist aus Buchenholz) oder Holzkohle­briketts (gepresste Holzkohle) sollte Ihnen das Grillvergnügen schon wert sein. Holzkohle ist zwar billiger, dafür hält sie wärmetechnisch nicht ganz so lang vor – ist also eher was für das kurze Grillvergnügen.

Schneller Grillen
Beim Thema „Grillanzünder“ scheiden sich die Geister: Dem einen kann es gar nicht schnell genug gehen, und da ist jedes Mittel recht, dem anderen kommt dieser chemische Quatsch nicht auf die Kohlen. Tatsächlich ist es so, dass Spiritus, Terpentin oder gar Benzin zum Anzünden absolut tabu sind! Nicht nur, dass sich diese Stoffe explosionsartig entzünden, sie sind zum Teil auch giftig. Wenn schon „Starthilfe“ beim Grillen, dann bitte Trockenanzünder oder einen sogenannten Anzündkamin. Eines sollte auf jeden Fall immer beachtet werden: Das Anzünden eines Grillfeuers ist Erwachsenensache – und nichts für Kinder.

Gas statt Kohle
Für alle, die nicht unbedingt auf Glut und Räuchergeruch stehen und die vielleicht auch Nachbarn mit empfindlichen Nasen haben, ist ein Gasgrill das Richtige. Gasgrills sind in kürzester Zeit einsatzbereit, da sich die Hitze auf Knopfdruck einstellt und die Temperatur über einen Regler einzustellen ist. Auch ist die Rauchentwicklung durch unsachgemäße Handhabung deutlich geringer als bei einem traditionellen Holzkohlegrill. Einzige Schwachstelle ist der rechtzeitige Nachschub von Campinggasflaschen und ein etwas höherer Anschaffungspreis.

Grillen mit Steckdose
Wer sich von Wind und Wetter unabhängig machen will, setzt auf ein Elektrogrillgerät. Für kleinere, spontane Anlässe perfekt und bei Regen sogar indoor-tauglich. Bei sachgemäßem Umgang entstehen keine offenen Flammen und somit ist die Feuergefahr sehr gering.

Das Prinzip ist auch einfach: Unter den Heizstäben ist eine mit Wasser gefüllte Schale, die das abtropfende Fett und den Fleischsaft auffängt und damit unangenehme Brutzelgerüche bindet. Ungeeignet sind Elektrogrills allerdings, wenn große Mengen oder große Fleischstücke gegrillt werden sollen – denn da macht selbst der „Strom“ schlapp.
her

Fotos: Shutterstock (5)