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Dienstag, 22. Mai 2012
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Besser geht´s nicht

»Unbehandelt«? oder »Bio«? Was macht ihn aus, den kleinen aber feinen Zitronenunterschied?

Ein Spritzerchen Zitronensaft rundet zahlreiche Gerichte geschmacklich ab und verhindert, dass aufgeschnittenes Obst sich unappetitlich verfärbt. Geriebene Zitronenschale dagegen wird vor allem für Kuchen, Torten und Desserts benötigt. Und gerade dann ist Zitrone nicht gleich Zitrone.

»Normale« Zitronen werden nach der Ernte gewaschen und verlieren dadurch ihre natürliche, schützende Wachsschicht. Um die Früchte vor dem Austrocknen und vor Infektionen zu bewahren, wird die Schale daraufhin mit Konservierungsstoffen behandelt, die sie jedoch ungenießbar machen. Als Backzutat kann man prinzipiell also nur die Schale der so genannten »unbehandelten« Zitronen verwenden, die nicht im Nachhinein künstlich konserviert wurden.

Naturrein
»Bio«-Zitronen sind immer zugleich auch unbehandelte Zitronen, die nach der Ernte von schädlicher Chemie verschont bleiben. Das Besondere an ihnen ist jedoch, dass sie auch vor der Ernte keinen Kontakt mit chemischen Stoffen hatten.

Seit 1993 regelt eine Verordnung der Europäischen Union, unter welchen Voraussetzungen Obst und Gemüse als Bio-Lebensmittel verkauft werden dürfen. Die EG-Verordnung legt unter anderem fest, dass beim Anbau auf chemische Pflanzenschutz- und Düngemittel verzichtet wird und dass die Früchte weder genetisch manipuliert noch radioaktiv bestrahlt sein dürfen.

Diese Verordnung gilt auch über die EU hinaus. Südfrüchte wie Zitronen, die unter anderem aus Kalifornien, Argentinien oder Südafrika importiert werden, müssen ebenfalls den EU-Richtlinien entsprechen, wenn sie ein »Bio«-Siegel tragen wollen.mimu

Foto: convenience-guide food studio