Artikel dieser Ausgabe aus coop Exklusiv
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Papier mit Zukunft
Seit April wird das mein coop magazin auf Recyclingpapier aus 100 Prozent Altpapier gedruckt. Haben Sie das bemerkt?
Lange Zeit kam Recyclingpapier wegen seiner gräulichen Erscheinung, der rauen Haptik und lästiger Staubentwicklung gerade in Büros oder bei der Erstellung von Printmedien selten zum Einsatz. Doch mittlerweile ist das ehemals graue Papier ebenso weiß, glatt und griffig, sodass kaum noch ein Unterschied zu herkömmlichem Papier aus Holz oder Zellstoff wahrgenommen wird.
Die Firma Steinbeis Papier hat sich bereits vor mehr als 30 Jahren auf die Herstellung von Recyclingpapier aus 100 Prozent Altpapier spezialisiert. Jährlich werden hiervon rund 260 000 Tonnen für den Bürobedarf und den Zeitschriftendruck nach strengsten ökologischen Kriterien in ressourcen- und klimaschonenden Verfahren produziert. Unternehmen wie die coop eG, die sich dem Thema Nachhaltigkeit verpflichtet fühlen, finden in Steinbeis einen verantwortungsbewussten Partner, um sich gezielt für den Umweltschutz einzusetzen.
Ökologische Papiere auf höchstem Qualitätsniveau
Als Mitte der 1970er-Jahre die Diskussion um Umweltverschmutzung, Fisch- und Waldsterben aufkam, handelte die Firma Steinbeis in Glückstadt, 40 Kilometer nordwestlich von Hamburg, sofort und setzte zum Schutze der Umwelt auf innovative und zukunftsweisende Produktionsverfahren. Statt weiterhin Frischfasern aus Holz zu verwenden, stellte das Unternehmen die Produktion komplett auf 100 Prozent Altpapier um. Durch diese Neuausrichtung gilt Steinbeis zu Recht seit drei Jahrzehnten als führendes Unternehmen und Pionier der europäischen Recyclingpapier-Industrie.
Die technologische Kompetenz in ökologischen Recyclingverfahren wurde hier über die Jahre immer weiter perfektioniert und ermöglicht es jetzt, bei der Produktion gegenüber herkömmlichen Papieren aus Frischfasern 61 Prozent* an Wasser, 72 Prozent* an Energie und 72 Prozent* CO₂-Emmissionen einzusparen. Für ihre Vorreiterrolle in Sachen energie- und wassereffizienter Altpapierveredelung wurde die schleswig-holsteinische Firma bereits mehrfach ausgezeichnet, 2008 sogar mit dem »Deutschen Nachhaltigkeitspreis«.
Die hochwertigen Büro- und Magazinpapiere tragen zudem alle den »Blauen Engel«, das anspruchvollste Umwelt- und Verbraucherschutzzeichen für Papier. Dieses Gütesiegel erhalten nur Recyclingpapiere, die den höchsten ökologischen Anforderungen entsprechen, die 100 Prozent Altpapier exakt definierter Qualitäten verwenden und eine ressourcenschonende Herstellung in einem geschlossenen Produktionskreislauf garantieren.
Altpapier als kostbarer Rohstoff
Mit rund 350 Mitarbeitern ist Steinbeis größter Arbeitgeber von Glückstadt und zugleich Marktführer für grafische Recyclingpapiere aus 100 Prozent Altpapier. Für die Magazinpapiere unter dem Markennamen »Steinbeis Charisma«, die auch für das mein coop magazin verwendet werden, wird zu 100 Prozent sortierte Haushaltssammelware, also Zeitungen, Zeitschriften und Kataloge, eingesetzt. Die richtigen Qualitäten und Mengen des kostbaren Rohstoffes Altpapier werden standortnah bezogen.
In den hochmodernen Industrieanlagen mit zwei Papiermaschinen, biologischer Abwasserkläranlage und angeschlossenem Kraftwerk mit hocheffizienter Kraft-Wärme-Kopplung wird dieses Altpapier zu hochwertigem Magazinpapier veredelt. Zuerst muss das sortierte Altpapier eingeweicht und aufgelöst werden. Anschließend werden aus dem Papierbrei Fremdkörper wie Folien oder Heftklammern entfernt und die Druckerfarbe herausgelöst.
Die aufbereiteten Altpapierfasern gelangen nun zu den Papiermaschinen, in denen sie nach einer Entwässerung und Pressung als Papierbahnen über dampfbeheizte Zylinder geführt, getrocknet und gestrichen werden. Das gefertigte Recyclingpapier wird in der Ausrüstung bedarfsgerecht zu Rollen verarbeitet, konfektioniert und für den nationalen und internationalen Versand vorbereitet.
Auflagenstark und umweltfreundlich
Durch die ausgefeilte und fortwährend weiterentwickelte Technik des Aufbereitungsprozesses von Altpapier gewährleistet Steinbeis eine maximale Schonung natürlicher Ressourcen wie Holz, Wasser und Energie. Mit dem Einsatz dieser Premium-Öko-Papiere wird also ein messbarer Beitrag zum Klima- und Umweltschutz geleistet.
Auflagenstarke wie namhafte Magazine verschiedenster Sparten werden schon auf »Steinbeis Magazinpapier« gedruckt. Seit April gehört auch das mein coop magazin dazu. Mit der Entscheidung für Steinbeis-Papiere hat die coop eG auch eine weitere Entscheidung für aktiven Umweltschutz getroffen und unterstützt außerdem die regionale Wirtschaft.anis






