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Dienstag, 22. Mai 2012
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Neuer sky-Markt setzt auf regenerative Energie

Geothermieanlage sky-Markt Meldorf

Ende Oktober war es in Meldorf so weit: Vorstandsmitglied Detlef Schmidt schwang sich auf den Bagger und eröffnete mit mehreren kräftigen Schaufelhieben den zweiten Bauabschnitt des 1. umweltgerechten sky-Marktes, der regenerative Energiequellen zur Kühlung und Wärmegewinnung nutzen wird.

Zukünftig sollen die Märkte der coop auf erneuerbare Energien umgestellt werden. Als Pilotprojekt für den Einsatz einer Geothermie-Anlage wurde der sky-Markt in Meldorf ausgewählt. Hier wird im Zuge des Neubaus ein 1774 m² großer sky-Verbrauchermarkt errichtet, in dem ein ganzheitliches Energiekonzept unter der Nutzung von Erdwärme und Erdkälte umgesetzt wird.

Dadurch entfällt die Beheizung des Marktes durch fossile Brennstoffe, so dass jährlich circa 56 Tonnen CO₂ eingespart werden können. Eine Tonne Kohlendioxid entspricht etwa dem Volumen eines 25 Meter langen, zehn Meter breiten und zwei Meter tiefen Schwimmbeckens.

Zukunft sichern
Zur Vorstellung dieses Pilotprojektes waren Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Presse anwesend. Sie konnten sich bei der Präsentation und dem anschließenden Rundgang einen Eindruck von der eingesetzten Technik machen, die mit dem Umweltpreis ausgezeichnet wurde und einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz liefert. Durch sie werden die CO₂-Emissionen deutlich verringert.

Bislang wurden Techniken zur Wärmerückgewinnung in den Märkten eingesetzt. Außerdem wurde die Zusammenarbeit mit regionalen Herstellern verstärkt. Durch die regionale Eigenmarke »Unser Norden« und durch das Markenfleischprogramm „Landklasse“ bei sky werden Liefer- und Transportwege kurz gehalten. Somit können die coop und ihre Lieferanten nicht nur Zeit sparen, sondern auch den CO₂-Ausstoß reduzieren. Dies kommt nicht nur der Umwelt zugute. Außerdem erhalten alle Kunden beste Qualität aus der Region und absolut frische Ware.

Doch all diese Maßnahmen reichen der coop noch nicht aus! Da sie sich den Menschen und dem Thema „Nachhaltigkeit“ verpflichtet fühlt, setzt sie jetzt auf erneuerbare Energiequellen.

Energieeffiziente Technik
Deshalb investierte die coop in eine Geothermie-Anlage, die die Energieströme der unterschiedlichen Temperaturniveaus miteinander vernetzt und so dabei hilft, die vorhandene Energie prozessorientiert einzusetzen. Diese Anlage, ein Kältemaschinen-Wärmepumpen-Verbundsystem, wird über Strom betrieben und bezieht die benötigte Energie zur Wärmegewinnung und für die Kühlungsprozesse aus Erdwärmesonden. Geplant ist im nächsten Jahr auch, den notwendigen Strom aus erneuerbaren Energiequellen zu beziehen, damit ein geschlossener Kreislauf entsteht.

Für den Heizbetrieb dient die Geothermie als Wärmequelle. Von der Wärmepumpe wird die gelieferte Energie auf das gewünschte Temperaturniveau angehoben und dann für die Raumheizung, die Raumlüftung und die Trinkwassererwärmung genutzt. Ebenso steht die Abwärme aus den Kühlungsprozessen verlustfrei der Raumheizung zur Verfügung.

Auf ähnliche Weise unterstützt die Geothermie den Kühlbetrieb. Hier wird sie zur Temperatursenkung eingesetzt. Ist die geothermisch gewonnene Kälte ausreichend, so wird sie ohne Einsatz der Wärmepumpe direkt bereitgestellt. Ist die Temperatur noch zu hoch, wird die Kühlung auf mechanischem Weg vorgenommen. Diese Kälte wird in den Kühltruhen und -regalen und zur Raumkühlung eingesetzt. Dabei erhöht die Kühlenergie aus den Erdsonden den Wirkungsgrad der integrierten Kälteerzeugung.

Effizient, zukunftssicher und umweltgerecht
Mit dieser Geothermie-Anlage, die eine hohe Ressourcenschonung verspricht und durch das integrierte softwaregestützte Energiemanagement leicht geregelt und gesteuert werden kann, lässt sich die Leistungszahl der Kältekreise um bis zu 40 Prozent steigern und die Stromaufnahme durch die eingebauten, halbhermetischen Verdichter entsprechend verringern.

Der sky-Markt, der nach dem neuen frischeorientierten Verbrauchermarktkonzept der coop – „Frische ist Trumpf und Qualität geht vor Preis“ – gebaut wird, soll voraussichtlich im Frühjahr 2009 fertiggestellt sein.

anis