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Samstag, 19. Mai 2012
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Määäächtig lecker!!

Hochwertiges Lammfleisch von Landklasse.

Bald schon feiert die Christenheit ihr größtes Gedächtnisfest im Jahr, und natürlich werden neben religiös motivierten Ritualen auch wieder heidnische Kulte wie etwa das Osterfeuer und die Eiersuche zelebriert.

Durchaus biblisch begründet ist die Tradition, zu Ostern Lamm zu servieren; denn nach dem Alten Testament diente das Tier ursprünglich als Opfergabe. Christ­liche Bedeutung erlangte das Tier dann im Neuen Testament, wo es als »Lamm Gottes« zu einem Symbol für Jesus Christus wird.

Extrem unterschätzt
Obwohl Lammfleisch in den Gourmet-Tempeln längst etabliert ist, belegt es auf den privaten Speiseplänen in Deutschland nach wie vor einen Nischenplatz. Nicht einmal ein Kilogramm misst hier zu Lande der Pro-Kopf-Verbrauch, und das bei einer Gesamtfleischmenge von über 60 Kilogramm je Verbraucher und Jahr. Der Grund: Nach wie vor verwechseln viele die Delikatesse mit dem eher zähen Hammelfleisch, aus dem man früher in Notzeiten höchst gehaltvolle Eintöpfe kochte – nach denen dann noch tagelang das ganze Haus »duftete«.
Höchste Zeit also, den Ruf von köstlichem Lammfleisch aufzupolieren. Sein Geschmack ist feinaromatisch und sein Geruch sehr mild.

Nur das Fleisch von maximal einjährigen Tieren darf als »Lamm« verkauft werden. Ein »Milchlamm« ist sogar weniger als sechs Monate alt. Sein Fleisch ist hellrosa und von zarter Konsistenz. Wer einen kräftigeren Geschmack bevorzugt, sollte sich für das etwas ältere »Mastlamm« entscheiden. Denn das hat sich auf Deich oder Wiese sozusagen eine natürliche Würze angefuttert.

Frisch von der Küste: Deichlämmer
Besonders charakteristisch ist das kräftige, herbe Aroma der norddeutschen Deichlämmer, die auf den saftigen Weiden Schleswig-Holsteins grasen. Diese einzigartige Landschaft bestimmt mit ihrem Meeresklima und den nährstoffreichen Gräsern ganz wesentlich den Geschmack dieser norddeutschen Spezialität, die ausschließlich in der Saison angeboten wird.
Runden Sie Ihr persönliches Osterfest mit einem besonderen Leckerbissen ab und genießen Sie Landklasse Lammfleisch. Ihr Landklasse Fleischermeister berät Sie gern!

Küchentipps

  • Lammfleisch sollte möglichst heiß serviert werden.
  • Innen noch rosa (»englisch«) schmeckt es besonders gut.
  • Als Gemüsebeilage empfehlen sich Prinzessbohnen oder Dicke Bohnen.
  • An Kräutern und Gewürzen harmonieren mit Lamm gut: Thymian, Estragon, Rosmarin, Majoran, Oregano, Basilikum, Knoblauch, Zwiebeln, Minze, Salbei, Beifuß, Bohnenkraut und Paprika, aber auch Wermut, Curry oder Zimt.
  • Frisches Lammfleisch kann, mit Folie abgedeckt, im Kühlschrank 2-3 Tage aufbewahrt werden.
  • Tiefgefrorenes Lammfleisch muss vor der Zubereitung vollständig aufgetaut sein. Größere Stücke am besten über Nacht im Kühlschrank tauen lassen.
  • Vor der Verarbeitung kalt abspülen und sorgfältig mit Küchkrepp abtupfen.
  • Bei Koteletts die Fettränder in 2-cm-Abständen einschneiden, dann wöllben sich die Scheiben beim Braten nicht.
  • Koteletts oder Filets lassen sich durch Beizen und Marinaden köstlich aromatisieren, ohne ihren typischen Geschmack zu verlieren.
  • Brust, Schulter und Nacken eignen sich gut für Eintöpfe, Gulasch und Ragouts, Schulter, rücken und Keule für Braten, Rücken, Keule und Kotelett zum Kurzbraten und Grillen.
  • Auch die Innereien des Lamms (Bries, Herz, Hirn, Leber, Nieren und Zunge) gelten als Delikatesse.

 


Warum eigentich Lamm zu Ostern?
Das Alte Testament berichtet, dass Moses sein Volk in der Nacht vor der Flucht aus Ägypten anwies, pro Familie ein Lamm (oder eine Ziege) zu schlachten und dessen Fleisch gebraten mit ungesäuertem Brot zu verzehren. Das Blut des Tieres aber sollte als Zeichen für Gott an die Türpfosten der Häuser gestrichen werden. Denn Gott zürnte Ägypten und wollte in dieser Nacht alle erstgeborenen Tiere und Menschen töten. Nur die gläubigen Hebräer blieben durch das Blutzeichen verschont. Dies war das erste Passah-Fest, mit dessen Termin unser heutiges Ostern eng zusammenhängt.

Fotos: Brunch, mcm-Archiv