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Kleine Perle am Ostseestrand
Wismar zeigt, was es hat
Die traditionsreiche Hansestadt ist reich an historischen Bauwerken und verfügt über einen der besterhaltenen mittelalterlichen Stadtkerne Norddeutschlands. Seit 2002 gehört dieser Teil Wismars sogar zum UNESCO-Welterbe.
Bewegte Vergangenheit
Wismar liegt in der Mecklenburger Bucht an der Ostsee, geschützt durch die vorgelagerte Insel Poel, die über einen Damm zu erreichen ist. Die kleine Stadt am Meer hat in ihren rund 800 Jahren schon einiges erlebt und kann mit jedem Stein ihrer Mauern davon erzählen. Die Geschichten handeln unter anderem von Seefahrt und Hanse, Fischerei, Schweden, Kriegen und einer entbehrungsreichen Zeit im Sozialismus, deren Folgen hier bis heute zu spüren sind. Die meisten Epochen hinterließen aber sehr viel respektablere Spuren, die sogar äußerst sehenswert sind und diese Stadt zu einer wahren Perle an der Ostsee machen.
Spaziergang durch die Zeit
Viele Sehenswürdigkeiten konzentrieren sich in der historischen Altstadt. Den imposanten Mittelpunkt bildet hier der größte Marktplatz Norddeutschlands, der an allen Seiten von Prachtbauten und Bürgerhäusern der verschiedensten Epochen eingerahmt wird – zum Beispiel vom spätgotischen „Alten Schweden“, dem ältesten Bürgerhaus Wismars.
In der Mitte des Platzes befindet sich die „Wasserkunst“, ein aufwändiges Brunnenhaus im Renaissancestil. Ein Besuch des stadtgeschichtlichen Museums „Schabbellhaus“ ist gleichzeitig ein Rundgang durch einen der bedeutendsten bürgerlichen Renaissancebauten ganz Mecklenburgs. Sehenswert sind außerdem der historische Hafen mit einem Nachbau der Poeler Kogge und die Ruinen der einzigen Meerwasserfestung Deutschlands aus schwedischer Zeit.
Zum Lernen in den Keller gehen
Einen besonderen Blick ist das klassizistische Rathaus der Stadt wert, das Anfang des 19. Jh.s neu errichtet wurde.
Der Rathauskeller beherbergt die Ausstellung „Wismar – Bilder einer Stadt“, die einen Einblick in die Stadtgeschichte bietet. Das zweischiffige gotische Kellergewölbe stammt bereits aus dem 14. Jh. und ist mit erstaunlichen 53 x 17 m eine der größten mittelalterlichen Kelleranlagen Norddeutschlands.
Dabei stellt das Kreuzrippengewölbe auch das eigentliche Schaustück dar: Archäologische Funde wie eine Wandmalerei aus dem 14. Jh., ein Brunnen, Schwindgruben und Teile des Original-Fußbodens sind zu sehen. Der Besucher erfährt unter anderem Interessantes zur Hanse und kann sich mit Stadtmodellen, Filmen und Original-Exponaten einen ersten Überblick zur Stadtentwicklung sowie über das Leben und Bauen in den verschiedenen Zeitaltern verschaffen. So erhält man neben interessanten Informationen auch erste Anregungen für einen Stadtrundgang durch Wismar.
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